Kulmbach - Ein Stadtteiltreff soll es werden, in dem sich Jung und Alt begegnen können. Und es soll endlich aus seinem jahrelangen "Dornröschenschlaf" aufwachen. Dafür fasst vor allem der Freistaat Bayern tief in sein Industriebrachenförderprogramm und auch die Oberfrankenstiftung und andere Fördergeber tragen ihren Teil dazu bei, dass das Pförtnerhaus der Spinnerei in Kulmbach wieder zu dem stattlichen Bauwerk wird, das es einmal war. Auch dieser Teil des für Kulmbach einst so bedeutenden Betriebes, der als gesamtes Ensemble unter Denkmalschutz steht, soll erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Rund eine halbe Million Euro kostet die Sanierung. 70 Prozent dieses Betrages kommen allein vom Freistaat. Der denkmalpflegerische Mehraufwand wird mit Hilfe der Oberfrankenstiftung und der Bayerischen Landesstiftung unterstützt. Oberbürgermeister Henry Schramm hat selbst Erinnerungen an dieses Gebäude. Schramm hat in der Spinnerei als 15-Jähriger seine Lehre gemacht. "Das Pförtnerhaus war seinerzeit ein Schmuckstück,", schwärmt der OB. Ein Schmuckstück soll das Haus auch künftig wieder werden. Dafür kommt alles weg, was nicht hingehört: "Das Pförtnerhaus hat mit den Jahren sein ursprüngliches Aussehen verloren. Nicht denkmalgerechte Sanierung hat dem Gebäude den Charakter genommen", sagt der OB.
Kulmbach Aufwachen aus dem Dornröschenschlaf
Von Melitta Burger 19.04.2016 - 00:00 Uhr