Zum Tag des Einbruchschutzes am 25. Oktober hat Rainer Peterson von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Bayreuth noch weitere Tipps und Tricks verraten, um Einbrecher abzuschrecken. Aufschraubbare Nachrüstsicherungen sind aus der Sicht des Fachmanns eine schnelle und relativ preisgünstige Hilfe. Auch Gitter seien bei dauergekippten Fenstern wie der Gästetoilette auch heute noch eine gute Alternative. Und Vorlegestangen seien eine althergebrachte aber nach wie vor wirksame Option, um zum Beispiel Kelleraußentüren zu sichern.
Um sich vor Einbrechern zu schützen, sei zudem das richtige Verhalten wichtig, erklärt Peterson. Gelegenheiten wie ein gekipptes Fenster nutzen die Gauner gerne aus. Haustüren müssen nicht nur zugezogen, sondern abgesperrt werden, betont der Polizeibeamte. Licht habe abschreckende Wirkung. Wichtig sei die Phase zwischen Dämmerung und Schlafenszeit, etwa zwischen etwa 17 und 22 Uhr. Es brauche keinen Zufallsgenerator, der bei Abwesenheit das Licht ein und aus schaltet. "Denn Einbrecher observieren nicht", sagt Peterson. "Das Licht muss einfach nur an und das Ganze ein bisschen glaubhaft sein."
Darüber hinaus rät der Kriminalbeamte dazu, auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Medien keine Hinweise auf eine Abwesenheit zu geben. Es sei sinnvoll, die Wohnung länger abwesender Nachbarn zu betreuen und dort einen bewohnten Eindruck zu erwecken, indem beispielsweise der Briefkasten geleert oder die Rollläden zur Nachtzeit geschlossen werden. Ebenfalls wichtig: Auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück achten.