Kulmbach - Am kommenden Montag berät der Kulmbacher Kreisausschuss erstmals über den Entwurf des Haushalts für das laufende Jahr. Dabei sieht es im Kreis nicht anders aus als in den Gemeinden: Die Ausgaben steigen. Glücklicherweise ist das, wie Kämmerer Rainer Dippold sagt, in Zeiten einer wirtschaftlichen Hochkonjunktur kein allzu großes Problem. Der Kreis investiert, die Zustimmung des Kreistags vorausgesetzt, in diesem Jahr eine relativ hohe Summe, kann seine gestiegenen Personalkosten und die erneut gestiegenen Kosten für die Jugendhilfe decken und schafft es sogar, Schulen abzubauen. Was die Gemeinden freuen wird: Es ist eine Senkung des Hebesatzes für die Kreisumlage geplant. Soweit ist alles gut in diesem Jahr. Aber der Kreiskämmerer hat auch die Zukunft im Blick und die Worte des Finanzministers im Ohr, der ein Ende des Aufschwungs im Land vorhergesagt hat. Wenn die Steuereinnahmen irgendwann wieder sinken sollten, könnte sich das Blatt schnell wenden. Die Finanzierung des Kreishaushalts würde dann ganz schnell wieder das, was es vor Jahren über längere Zeit gewesen ist: Ein Drahtseilakt. "Die Ausgaben sinken nicht", macht der Kämmerer deutlich und merkt an: "Das öffentliche Wirtschaften im Kreis ist ein fragiles Gebäude. Alles hängt von immer höheren Steuereinnahmen ab."