Kulmbach Happyend für die Stadtteilfeuerwehr

Der Streit um ein gebrauchtes Einsatzfahrzeug für die Stadtteilfeuerwehr ist zum Politikum geworden. So ging das Thema aus.

Weil im einzigen Fahrzeugnicht genügend Personen transportiert werden konnten, hatte sich die Wehr zeitweise abmelden müssen. Foto: picture alliance/dpa

Ein gebrauchter VW-Bus hätte im Kulmbacher Stadtteil Höferänger fast die Feuerwehr gesprengt und ist zu einem Politikum geworden. Höferänger hatte seine Feuerwehr abgemeldet und war nicht mehr zu Einsätzen ausgerückt, weil die in ihrem einzigen Fahrzeug nicht genügend Personen transportieren kann, um sinnvoll eingesetzt zu werden. Den Wunsch, einen gebrauchten Mannschaftstransporter zu bekommen, hatte OB Ingo Lehmann (SPD) zurückgewiesen.

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Als die Forderungen lauter wurden, hat Lehmann gekontert, er lasse sich nicht die Pistole auf die Brust setzen. Mehrere Gespräche hat es deswegen in kleinerer und auch größerer Runde gegeben. Stellungnahmen wurden verfasst und veröffentlicht. Am Ende hat die Wehr die Mehrheit im Stadtrat überzeugen können, nachdem sich auch die Feuerwehrführung auf Landkreisebene für den Mannschaftstransporter ausgesprochen hatte.

In der Stadtratssitzung am Donnerstag hat OB Lehmann nun auf die Beschlüsse verwiesen, die vor zwei Monaten getroffen worden waren. Die Anschaffung des Mannschaftstransporters sei nun, wie besprochen, vorgezogen worden. Ein gebrauchter VW-Bus mit neun Sitzplätzen sei gekauft worden. Das Fahrzeug werde nun noch umgebaut, dann könne es in Betrieb gehen. Gekostet hat der VW-Bus 36.000 Euro, informierte Lehmann den Stadtrat. Das ist sogar noch weniger als genehmigt war. Bis zu 40.000 Euro waren aus Resten des Haushalts bereitgestellt gewesen.