Zwei bestätigte Fälle der gefährlichen Hasenpest hat es heuer im Kreis Kulmbach gegeben. Der Verdacht in einem dritten Fall, im Revier von Kreisjagdberater Clemens Ulbrich in Ködnitz, hat sich nun als unbegründet erwiesen. Der Feldhase sei an einer sogenannten „Pseudotuberkulose“ verendet, informierte Ulbrich im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Krankheit mit dem Fachbegriff Yersiniose befällt Hasen, Kaninchen und Nagetiere und wird durch ein Bakterium ausgelöst. Die Untersuchung des Ende November neben einem Weg bei Ködnitz gefundenen Tieres habe den eindeutigen Befund ergeben. Allerdings ist auch die Pseudotuberkulose auf den Menschen übertragbar. Laut der Jagdfachzeitschrift „Pirsch“ kann die Erkrankung unter anderem Gelenkentzündungen und Hautausschläge auslösen. Deswegen gilt weiterhin: Tote Waldtiere sollte man nicht ungeschützt anfassen.
Kulmbach Es war nicht die Hasenpest
Melitta Burger 15.12.2024 - 12:41 Uhr