Kulmbach Gestatten, ich bin das Christkind!

Gabriele Fölsche
Sophie Ciobanu (rechts) ist das Kulmbacher Christkind. Zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitag, wird die Kulmbacherin von ihrer Schwester Arianne, die als Engel auftreten wird, begleitet. Foto: Fölsche

Die 10-jährige Sophie Ciobanu eröffnet am Freitagabend zusammen mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann den Kulmbacher Weihnachtsmarkt.

Für die Rolle als Christkind muss sich Sophie Ciobanu kaum vorbereiten: Singen und malen kann sie bereits. Ob sie ihr Turn-Talent einsetzen kann, wird sich zeigen.

„Ein bisschen aufgeregt, bin ich jetzt schon“, sagt die Kulmbacherin, die den Prolog vortragen wird. „Naja, ich darf ja ablesen“, beruhigt sie sich selbst. Dass Ciobanu in die Rolle des Christkinds schlüpfen darf, war eher ein Zufall.

Sie ist Teil des Kids Treff in der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Schwedensteg. „Dort kam Doris Täuber auf die Idee, dass ich doch die Rolle übernehmen könnte und hat mich bei der Stadt Kulmbach vorgeschlagen“, erzählt die Schülerin. Sie sagte sofort zu. „Das schöne ist, dass meine Schwester Arianne mich als Engel begleitet.“

Für die siebenjährige Arianne kauften Ciobanus Eltern sogar ein Engelskostüm. Ihr eigenes Kostüm, das die 10-Jährige von der Stadt Kulmbach bekommt, machte aber zunächst Probleme. „Es war viel zu groß und wurde von einer Schneiderei umgenäht“, erzählt das Mädchen.

In ihrer Freizeit beschäftigt sich die Max-Hundt-Schülerin mit ihrer ihrer Katze Kitzi. Außerdem liebt sie es zu turnen. „Ich turne beim TSV 08. Am liebsten am Barren und dann mag ich auch den Sprung, bei dem Saltos eingebaut sind“, erzählt sie. Am 3. Dezember absolviert sie ihren ersten Wettkampf in der Halle im Katzbachtal.

Und auch das Singen hat die Schülerin für sich entdeckt. „In der dritten Klasse durfte ich sogar in einem Musical ein Solo singen.“ Das Talent habe sie vom Papa geerbt.

Auch zu den Malstiften greift die Schülerin gerne. „Meist male ich die Natur mit Meer. Aber auch gerne Blumen. Manchmal versuche ich auch Gesichter zu malen, aber das ist schwer“, sagt sie. Und meint, dass bisher nur ein Porträt ganz gut geworden sei.

Trotz aller Aufregung freut sich die Kulmbacherin auf ihren Einsatz auf dem Weihnachtsmarkt. Nach ihrem Auftritt am Freitagabend wird sie dort noch zweimal unterwegs sein, um Eltern und Kindern die nächsten Shows anzukündigen.

 

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