Kulmbach - Wer am Steuer mit einem Alkoholwert von 0,5 Promille oder mehr erwischt wird, muss für die Bezahlung des Bußgelds tief in die Tasche greifen und auf seinen Führerschein eine Zeit lang verzichten. Das weiß jeder, der einen Führerschein hat. Trotzdem halten sich viele nicht daran. Angesichts der schrecklichen Unfallbilanz des vergangenen Jahres hat die Polizei im Landkreis Kulmbach ihre Ankündigung wahrgemacht und die Alkoholkontrollen verstärkt. Sieben Unfälle mit tödlichem Ausgang hatten 2018 im Landkreis Kulmbach acht Opfer gefordert. "Vier dieser Toten gingen allein auf Alkoholeinfluss zurück", informiert der Verkehrssachbearbeiter der Kulmbacher Polizei, Klaus-Peter Lang. Es sind aber nicht nur die tödlichen Unfälle, die die Polizei jetzt öfter veranlassen, verdächtige Fahrer ins Röhrchen pusten zu lassen. Die Zahl der Alkoholfahrten oder auch Fahrten unter Drogeneinfluss haben allgemein zugenommen. Wie es aussieht, könnte die Zahl dieses Jahr nochmals steigen. Bisher, sagt Klaus-Peter Lang, sei zumindest die Tendenz vorhanden.