Kulmbach Immobilienpreis stagniert auf hohem Niveau

Alle zwei Jahre untersuchen Fachleute die erzielten Preise für Grundstücke und geben eine Einschätzung. Der Preisverfall zeigt auch in Kulmbach seine Wirkung.

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Der Immobilienmarkt des Landkreises Kulmbach ist seit Beginn des Jahres 2022 negativ beeinflusst durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges, die steigende Inflation in Verbindung mit den steigenden Bauzinsen und höheren Baukosten. „Dadurch ist die steigende Tendenz des Immobilienmarktes vorerst gebrochen“, verdeutlicht Manfred Müller vom Gutachterausschuss des Landkreises Kulmbach. Während die Kaufpreise für die einzelnen Immobilienarten bis Mitte 2022 noch stark gestiegen sind, stagnierten sie in 2023 zunächst noch auf hohem Niveau; mit der sinkenden Nachfrage reagiert der Markt inzwischen vor allem im Bereich von Wohnimmobilien seit der Jahresmitte 2023 auch mit sinkenden Preisen.

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Ging die Anzahl der Kaufverträge bereits 2022 gegenüber 2021 um fast 20 Prozent zurück, war die Nachfrage nach Immobilien in 2023 mit einem weiteren Minus um etwa 15 Prozent bei der Anzahl der Transaktionen rückläufig. Der Geldumsatz aller Kaufpreisfälle ist in den beiden Jahren um insgesamt 20 Prozent eingebrochen.

Nachzulesen ist dies im Immobilienmarktbericht 2024 für den Landkreis Kulmbach, der vor Kurzem vorgestellt wurde. Dabei handelt es sich bereits um die dritte Ausgabe, die vom Gutachterausschuss des Landkreises auf Basis aktueller Kaufpreisinformationen erstellt wurde. Der Immobilienmarktbericht enthalte objektive, unabhängige Daten und Fakten des Grundstücksverkehrs und der Immobilienpreise in der Region und liefere in Fortsetzung der in den Jahren 2020 und 2022 erstellten Berichte mit seinen Trends und Analysen einen wichtigen Beitrag zur Markttransparenz.

Der Bericht richte sich an alle Akteure, die auf dem regionalen Grundstücksmarkt tätig oder mit diesem verbunden sind - sei es aus der Wirtschaft, Politik oder Verwaltung, als Sachverständiger oder als Bürger. Die wichtigste Erkenntnis aus der aktuellsten Erhebung: Auch im Kulmbacher Land haben die Preise für Immobilien nachgegeben.

„Der Immobilienmarkt ist ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region und hat direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Eine gut funktionierende Immobilienwirtschaft ist daher von zentraler Bedeutung für den Erfolg, die Attraktivität und für die weitere Entwicklung eines Landkreises“, erklärt Manfred Müller vom Gutachterausschuss. Landrat Klaus Peter Söllner bedankte sich bei der Vorstellung des Berichtes beim Gutachterausschuss. „Der Vorsitzende Andreas Schülein und seine Mitstreiter leisten hier sehr wertvolle Arbeit. Sie recherchieren Daten, bereiten diese auf und liefern damit eine wichtige Grundlage, die für mehr Transparenz am Immobilienmarkt sorgt.“

Der Bericht ist in viele Einzelabschnitte unterteilt. Nach der Vorstellung des Gutachterausschusses und seiner Aufgaben erhält der Leser Struktur- und Wirtschaftsdaten des Landkreises. Dann geht es ans Eingemachte: Vom Immobilienmarkt erfährt man Anzahl, Geld- und Flächenumsatz. Über unbebaute Grundstücke ist in Unterpunkten zu erfahren: Bauland, Umsätze und Preisentwicklung. Dasselbe erfährt man auch über landwirtschaftliche Flächen und Forstflächen. Zu bebauten Grundstücken ist die Anzahl veröffentlicht. Ebenso der Geld- und Flächenumsatz von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Es gibt eine Aufschlüsselung der Preisentwicklung beim Wohnflächenpreis. Zahlreiche Daten sind auch für Eigentumswohnungen erhoben worden. Zum Schluss folgt die Entwicklung beim Wohnflächenpreis, unterteilt auf Sachwertfaktoren, Liegenschaftszinssätze und eine Mietübersicht.

Bestellungen des Immobilienmarktberichts sind möglich per E-Mail unter gutachterausschuss@landkreis-kulmbach.de. Der Bericht ist kostenpflichtig, die analoge Druckausgabe kostet 40 Euro, die digitale Ausgabe 30 Euro. Weitere Informationen erteilt Manfred Müller von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses unter Telefon 09261/678247. red