Kulmbach - "Ich bin ja froh, dass ich zwei Vornamen habe," sagt Waltraud Caroline Keyn, denn "Waltraud auszusprechen wäre für Italiener unmöglich gewesen." 1997 war sie nach Italien ausgewandert. "Im Süden leuchten Farben ganz anders", nennt sie einer der Gründe für den Ortswechsel. Und die Mentalität kam ihr auch gelegen. Leutescheu war sie nie, und Kontakte zu finden ist mit Südländern viel einfacher, erinnert sie sich. Kontakte hat sie immer noch nach Italien; "ich könnte jedes Jahr wieder in Venedig ausstellen", sagt die Malerin. Dass sie 2012 wieder zurück in ihre angestammte Heimat ist, hat einen ganz banalen Grund: Als sie nach einem Unfall "die italienischen Krankenhäuser von innen kennen gelernt hat..." deutet sie nur an. "Am Ende zog es mich doch wieder zu meinen Franken zurück." Mit ihrem Umzug hat sich zunächst nicht viel, mittlerweile aber doch einiges geändert.