Das einst häufig angestimmte Kulmbacher Heimatlied, „Trautes, liebes Heimstädtchen, du mein Glück, mein Sonnenschein. Könnt‘ ich doch, solang ich lebe, immer, immer bei dir sein“, wäre Max Wild nie über die Lippen gegangen. Heimattümelei war ihm verhasst. Er war ein kritischer, oft zorniger Geist, der sein künstlerisches Vorbild in Otto Dix sah. Was seine Arbeiten dennoch auszeichnet, ist ihr liebevoller Blick auf die Region, die hiesige Landschaft und die lokale Geschichte. Von den Zeitgenossen wurde Wild als virtuoser Aquarellist, Maler und Kunsthandwerker geschätzt. Neben Hans Lewerenz war er in den ersten Nachkriegsjahrzehnten der meistbeschäftigte Künstler bei Bauprojekten im öffentlichen Raum.
Kulmbach Kunstwerk zeigt 1000 Jahre Stadtgeschichte
Wolfgang Schoberth 18.03.2025 - 14:00 Uhr