Kulmbach Landkreis Kulmbach: Inzidenz-Wert liegt knapp über 50

Ein Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe nimmt in Langenhagen für einen Cotrona-Test einen Abstrich von einer Frau. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Am Donnerstag sind im Landkreis Kulmbach drei weitere positive Corona-Fälle bestätigt worden. Jetzt ist auch eine Grundschulklasse in Mainleus betroffen.

Kulmbach - Das Auf und Ab an der Corona-Front geht weiter im Landkreis Kulmbach. Donnerstagmittag sah es eigentlich ganz gut aus, doch dann stellte sich am späten Nachmittag alles anders dar. Drei weitere Coronavirus-Fälle wurden im Lauf des Donnerstags im Landkreis Kulmbach bestätigt, teilte das Landratsamt am Abend mit. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Covid-19-Infektionen beträgt damit, Stand Donnerstag, 17 Uhr, 301. Von diesen Fällen gelten 246 wieder als genesen. Unter Berücksichtigung der 11 Verstorbenen liegt die Anzahl der aktuell im Landkreis infizierten Personen demnach bei 44.

Die Fußballer müssen noch warten

Eigentlich war die Ampel schon fast auf grün: Bis zum Donnerstagnachmittag waren zwar zwei weitere Corona-Fälle im Landkreis Kulmbach bekanntgeworden. Weil aber gleichzeitig auch vier Betroffene wieder aus dem für die 7-Tage-Inzidenz relevanten Zeitraum herausgefallen waren, wäre der kritische Punkt von 50 unterschritten worden. Damit wäre der Weg zum Spieltag am kommenden Wochenende frei gewesen. Doch am Nachmittag kam alles anders: Ein weiterer Fall wurde bekannt, die Inzidenz blieb damit über 50. Nun soll, wie ein Sprecher des Landratsamts am Donnerstagabend erklärte, am Freitag zunächst ein Gespräch mit dem Kreisspielleiter stattfinden. Und es werden wohl auch erst noch die weiteren Zahlen abgewartet. Erst dann kann die Entscheidung fallen, ob am Wochenende gekickt werden kann oder nicht.

Einer der neuen Fälle betrifft, wie es aus dem Landratsamt heißt, eine Klasse der zweiten Jahrgangsstufe der Grundschule Mainleus. Betroffen sind 25 Schülerinnen und Schüler und eine Lehrkraft. Hinzu kommen acht Schülerinnen und Schüler aus der Ganztagesbetreuung sowie eine Betreuungskraft. Sie alle mussten nun in Quarantäne geschickt werden und teilen das Schicksal von zahlreichen Schülerinnen und Schülern der Kulmbacher Realschule und auch der Berufsschule.

Und wieder macht sich die Geburtstagsfeier, die bereits für zahlreiche Corona-Fälle und noch mehr Quarantänefälle im Landkreis gesorgt hatte, bemerkbar: Bei einem weiteren Fall ist erneut ein Bezug zum Cluster der bereits identifizierten privaten Feier nicht auszuschließen. Der dritte Fall steht in keiner Beziehung zu den bereits bekannten Fällen, teilen die Verantwortlichen aus dem Gesundheitsamt und dem Landratsamt mit.

Und die neuen Fälle ziehen erneut weite Kreise. In der Mitteilung der Behörden heißt es weiter: Bis jetzt wurden zu den neuen Fällen rund 50 Kontaktpersonen (KP 1) vom Gesundheitsamt ermittelt. Für alle jetzt bekanntgewordenen Kontaktpersonen wurde häusliche Quarantäne angeordnet, teilt das Landratsamt mit.

Von den 44 aktiv Infizierten fallen 36 Fälle in die letzten sieben Tage. Der aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert pro 100.000 Einwohner für den Landkreis Kulmbach beträgt demnach 50,34 und liegt damit weiterhin über dem kritischen Wert von 50.

Weiterführende Informationen zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) und eine Übersicht der aktuellen Corona-Zahlen finden Sie auf www.landkreis-kulmbach.de.

 

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