Kulmbach - Wenn es drauf ankommt, ist er Lebensretter, Seelsorger und manchmal sogar Hebamme. Bei fünf Entbindungen hat Walter Feyer in seiner Karriere als Rettungsassistent schon geholfen. Im Auto oder in der Wohnung der werdenden Mutter, die es nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft hat. Schöne und furchtbar bedrückende Einsätze hat der Kulmbacher in 40 Jahren erlebt. Beim Bayerischen Roten Kreuz im Kreisverband bildete der ehemalige Rettungsdienstleiter auch die Nachwuchskräfte aus. Mittlerweile ist er im Vorruhestand, doch die grundlegende Ausbildungsreform, vor der die Sanitäter nun stehen, beobachtet er mit großem Interesse. "Das neue Notfallsanitätergesetz ist eine Herausforderung, aber nicht unsere erste", sagt Feyer im Gespräch mit der Frankenpost. 2014 weicht die bisher zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten einer neuen, drei Jahre dauernden Notfallsanitäter-Ausbildung.