Es spricht viel dafür, dass die Meinung der Stadtratsmehrheit sich inzwischen mit der vorherrschenden Meinung in der Kulmbacher Bevölkerung deckt. Die zahlreichen Proteste von Bürgern haben Wirkung gezeigt und im Stadtrat ein Umdenken bewirkt: Die Idee, den kostenlosen Parkplatz zwischen Pörbitscher Weg und dem Festplatz am Schwedensteg aufzugeben, damit dort ein B&B-Hotel gebaut werden kann, hält kaum mehr einer für gut. Aber für eine von der SPD-Fraktion ins Gespräch gebrachte Abstimmung durch die Bürger kann sich eine Mehrheit im Rat trotzdem nicht erwärmen. Für eine solche Entscheidung sei der Stadtrat da, ist ein Grund. Ein anderer: Ein Bürgerentscheid, ausgelöst durch ein Ratsbegehren, kostet eine Menge Geld und könnte wahrscheinlich nicht gemeinsam mit der Kommunalwahl anberaumt werden, sondern bräuchte einen eigenen Termin. Nicht zuletzt: Es ist wohl allen klar, dass sich die Kulmbacher mit großer Mehrheit für den Erhalt der rund 100 Parkplätze und gegen das neue Hotel entscheiden würden. Nach langem Ringen hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung nun mehrheitlich für einen Kompromiss ausgesprochen, der der Stadtspitze Zeit geben soll, mit den Investoren zu verhandeln, ob sie sich auch für ein anderes Grundstück erwärmen könnten. Auf dem Grundstück der verfallenden Frankengarage etwa, oder auch auf dem Kaufplatzgelände, für das derzeit erfolglos nach einer neuen Nutzung gesucht wird.
Kulmbach Was wird nun aus dem geplanten Hotel?
Melitta Burger 25.11.2025 - 09:00 Uhr