Kulmbach Söder und Gerlach kommen zur Einweihung am Klinikum

Wenn der Neubau West des Klinikums Kulmbach am Donnerstag eingeweiht wird, gibt sich die Politprominenz ein Stelldichein. Der Anlass gibt das her.

Nicht nur die Optik des Kulmbacher Klinikums hat sich in den vergangenen Jahren durch die Neubauten gewaltig gewandelt. Foto: Klinikum

Mehr als 150 Millionen Euro hat das Klinikum Kulmbach in den vergangenen Jahren in die Sanierung und die Erweiterung seines Gebäudes gesteckt. Diesen Donnerstag findet um 13 Uhr die feierliche Einweihung des Neubau West statt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Judith Gerlach werden dabei sein, wenn der fertiggestellte zweite Neubau offiziell in Betrieb genommen wird. „Das unterstreicht, wie bedeutungsvoll diese Investition für Kulmbach und die gesamte Region ist“, betont Landrat und Zweckverbandsvorsitzender Klaus Peter Söllner.

Nach der Werbung weiterlesen

Seit April 2017 laufen immense Bauarbeiten am Klinikum. Erst der Neubau Süd, jetzt der Neubau West. Im Anschluss wird noch der Nordflügel des Bestandsbaus grundlegend saniert. „Wir haben rund 100 Millionen Euro Unterstützung durch den Freistaat Bayern erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar“, macht Söllner deutlich. Für Geschäftsführerin Brigitte Angermann waren die Neubauten ein notwendiger Schritt: „Durch die Weiterentwicklung mit den vielen neuen Abteilungen haben wir mehr Betten genehmigt bekommen. In den vergangen zehn Jahren sind gut 120 neue Betten dazugekommen.“ Das Klinikum Kulmbach könne nun seinen Patienten Zweibettzimmer als Standard anbieten.

Mittlerweile ist auch die Mitarbeiterzahl des Klinikum Kulmbach auf fast 2000 angewachsen. Vom Wachstum werden besonders die Einwohner des Landkreises Kulmbach, aber auch die vielen Menschen aus den Nachbarregionen profitieren, die zur Behandlung nach Kulmbach kommen, erklärt Angermann. Die jetzige Größe des Klinikums sei nötig, um ein umfassendes Angebot bieten zu können. Dass das Klinikum mittlerweile überregional Patienten anzieht, habe auch mit den modernen Behandlungsverfahren und den hochkarätigen Spezialisten zu tun, die am Klinikum Kulmbach tätig sind, betont Angermann. Erst vor wenigen Wochen wurde das Klinikum Kulmbach beispielsweise zu einem von nur 32 Thrombektomie-Standorten bayernweit erklärt. Die technische Ausstattung wurde im Zuge des Neubaus unter anderem durch ein neues drittes MRT-Gerät erweitert und auch die ersten Stationen und die Cafeteria sind bereits vollständig in den modernen Neubau eingezogen. Die Einweihung soll darum den feierlichen Abschluss einer großen Bauphase darstellen. Für Landrat Klaus Peter Söllner sind die Neubauten der Grundstein für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des Klinikum Kulmbach: „Die neuen Räumlichkeiten bieten den Angestellten ein modernes Arbeitsumfeld. Wir agieren aber nicht nur medizinisch auf einem hohen Niveau, sondern stehen auch wirtschaftlich gut da. In diesen Zeiten ist dies etwas Besonderes und da dürfen wir stolz sein. Wir haben tolle Leute – sei es in der Medizin, der Pflege, oder den anderen Bereichen. “

Altbau wird noch saniert

Das Kulmbacher Erfolgskonzept soll fortgesetzt werden. Darum soll als nächstes die Sanierung des Nordflügels folgen. „Es wird unmittelbar weitergehen. Wir haben noch einen Bauabschnitt, der aussteht. Die Sanierung des Nordflügels im Altbau wird Ende September beginnen. Wir werden diese Räumlichkeiten entkernen und beginnen, die neuen Funktionsabteilungen dort zu integrieren“, kündigt Geschäftsführerin Angermann an.