Kulmbach - "Die meisten von den Jungtieren wurden von verwilderten Hauskatzen geboren, deshalb sind sie auch noch scheu. Sie trauen den Menschen noch nicht", sagt Mitarbeiterin Angelika Enzmann. Und ergänzt: "Mit etwas Geduld und Zuneigung, werden aber auch diese Kätzchen bald zutraulich", spricht sie aus Erfahrung. Eine große Population von wild lebenden Hauskatzen konnte sich in Peesten vermehren: "Da stammen die meisten Jungtiere her, die wir derzeit beherbergen", so die derzeitige Stellvertreterin von Tierheimleiterin Susanne Schilling. Zwei weitere Jungkatzen gilt es noch einzufangen. Zirka 19 ausgewachsene Katzen werden auf Kosten vom Tierschutzverein noch kastriert: "Das ist sehr teuer, der Eingriff bei einer weiblichen Katze kostet 135 Euro", sagt Angelika Enzmann. Deshalb ist der Verein immer wieder auf Spenden angewiesen. Dennoch hat sich das vom Verein groß angelegte Kastrationsprogramm von verwilderten Hauskatzen bewährt: "Wir kümmern uns seit Jahren darum und haben festgestellt, dass wir mittlerweile weniger Jungkatzen bekommen." Am kommenden Wochenende lädt der Verein wieder zum großen Tierheimfest ein, der Erlös kommt voll und ganz der Tierschutzarbeit zu gute. Nun hoffen die Tierschützer, dass auch die jüngsten im Heim bald ein Zuhause bekommen. "Die Kätzchen werden paarweise abgegeben oder zu einer zweiten Katze vermittelt", erklärt Angelika Enzmann. Für eine reine Haltung im Haus sind die Tiere nicht geeignet: "Wer einmal die Freiheit geschnuppert hat, möchte sie auch behalten."
Kulmbach Stubentiger suchen neues Zuhause
Gabriele Fölsche 24.08.2018 - 16:32 Uhr