Kulmbach - Die Zunahme ist nicht groß, aber kontinuierlich. Seit vielen Jahren bereits, berichtet die Leiterin der Suchtberatungsstelle der Diakonie in Bayreuth, Urte Deisenhofer, wächst jedes Jahr die Zahl der Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen die Beratungsstelle aufsuchen und sich Hilfe erhoffen, weil sie in eine Abhängigkeit gerutscht sind. 10,7 Vollzeitstellen für Fachkräfte gibt es derzeit für Bayreuth, Kulmbach und Pegnitz in der Beratungsstelle. Erst im vergangenen Jahr hat der Bezirk eine weitere Dreiviertelstelle bewilligt, weil die Klientenzahlen weiter steigen. Sucht bleibt ein Dauerbrenner, und Alkohol ist, wie Urte Deisenhofer sagt, weiterhin die Nummer eins. Aber das Spektrum der Gefahren ist insgesamt breit gefächert: Illegale Drogen, Medikamentenmissbrauch, exzessiver Medienkonsum, aber auch Glücksspiel und Essstörungen treiben Menschen in gefährliche Tunnel, aus denen sie ohne Hilfe meist nicht mehr herausfinden.
Kulmbach Sucht bleibt ein Dauerbrenner
Melitta Burger 13.12.2018 - 16:54 Uhr