Seit Jahren geistert das Wort immer wieder durch Versammlungen und Stadtratssitzungen: Tangente. Gemeint ist damit eine geplante neue Straße, die zwischen Campus-Gelände und Bahngleisen vom Bahnhof Richtung Ireks und Kulmbacher Brauerei führen und in die Lichtenfelser Straße einmünden soll. Zigfach wurde betont, das Millionenbauwerk werde nicht nur gebraucht, um den Campus zu erschließen, sondern vor allem, um den Verkehrsfluss zu verbessern. In der Heinrich-von-Stephan-Straße staut es sich zu Hauptverkehrszeiten regelmäßig. Doch die Verwirklichung zieht sich wie Kaugummi. Außer groben Planzeichnungen, wie die Straße verlaufen könnte, gibt es nicht viel Konkretes. Vor allem gibt es eins nicht: Den Baugrund, der für die Tangente gebraucht würde. Denn wie es aussieht, sind weder die Kulmbacher Brauerei noch die Ireks derzeit bereit, Grund zu verkaufen. Und nun soll es auch noch ein aktuelles Verkehrsgutachten geben, in dem von gerade mal wenigen Sekunden Zeitersparnis die Rede sein soll. Bleibt die Tangente für immer im Planungsstand stecken?
Kulmbach Tangentenplanung ohne Boden unter den Füßen?
Melitta Burger 14.11.2025 - 18:00 Uhr