Kulmbach - Ein großer Teil der 11 700 Menschen, die im Landkreis Kulmbach nur einen Teilzeit- oder Minijob haben, ist nach Einschätzung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) von Erwerbsarmut bedroht - auch weil immer weniger Firmen in der Region nach Tarif zahlen. "Insbesondere Frauen, die halbtags oder nur einzelne Tage in der Woche arbeiten, fehlt am Monatsende das nötige Geld. Für viele Familien im Kreis ist ein Kinobesuch oder ein neuer Schulranzen längst zum Luxus geworden", sagt Michael Grundl von der NGG Oberfranken mit Blick auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Danach ist jeder siebte Haushalt (13,9 Prozent) im Regierungsbezirk armutsgefährdet. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens zur Verfügung hat.
Kulmbach Wenn das Geld knapp wird
Redaktion 23.09.2019 - 17:26 Uhr