Kulmbach - Innerhalb weniger Tage sind im Landkreis Kulmbach zwei Menschen an Wespenstichen gestorben. Bei etlichen weiteren Stichopfern ist es zu komplizierten Verlaufsfällen bis hin zu akuter Lebensgefahr gekommen. Jetzt schlagen die örtlichen Gesundheitsbehörden Alarm.
Dr. Dieter Weiss, Leiter des Kulmbacher Gesundheitsamts, warnt dringend davor, einen Wespenstich auf die leichte Schulter zu nehmen. Nicht nur Allergiker können dabei in Gefahr geraten. Das erste Todesopfer war vor wenigen Tagen ein 48-jähriger Familienvater aus dem Gemeindebereich Trebgast. Der Mann war auf der Arbeit gestochen worden. Obwohl der 48-Jährige von seiner Wespengift-Allergie gewusst und ein sogenanntes Notfallset bei sich hatte, konnte er es offenbar nicht mehr anwenden und starb kurze Zeit nach der Wespenattacke.
Am Donnerstagabend kam für einen 37-jährigen Mann aus dem Kulmbacher Stadtgebiet jede Hilfe zu spät. Hausärzte, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, hätten ihn auf Grund weiterer schwerer Zwischenfälle gebeten, die Öffentlichkeit zu informieren, dass sie bei akuten Anzeichen von Atemnot oder einem anaphylaktischen Schock nicht die richtige Anlaufstelle seien. Bei solchen ernsten Zuständen sollten Betroffene unmittelbar ins Krankenhaus. Zu diesem Thema wollen die Behörden und das Klinikum Kulmbach am heutigen Nachmittag ausführlich informieren.
Kulmbach Wespenstiche fordern zwei Todesopfer
Redaktion 20.08.2011 - 00:00 Uhr