Kulmbach Zusammenhalt ist weiterhin gefordert

Bei der konstituierenden Sitzung im Zweckverband des Klinikums appelliert der Landrat an ein gutes Miteinander. Das sei auch in Zukunft gefordert.

Kulmbach - "Wir befinden uns in einer extrem schwierigen Zeit. Die Corona-Pandemie fordert uns alle", sagte Landrat Klaus Peter Söllner zum Auftakt der konstituierenden Sitzung der Verbandsversammlung des Zweckverbands Klinikum Kulmbach. Landrat Söllner begrüßte die neuen Mitglieder, seinen Stellvertreter und Kulmbacher Oberbürgermeister Ingo Lehmann sowie die Kreisräte Pia Kraus und Rainer Ludwig und hoffte auf die Fortsetzung der im Zweckverband bislang sehr guten Zusammenarbeit.

Die Mitglieder

Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Klinikum Kulmbach:

Vorsitzender: Landrat Klaus Peter Söllner

Stellvertretender Vorsitzender: Oberbürgermeister Ingo Lehmann

Vertreter des Kreistags:

Dr. Reinhard Baar, Pia Kraus, Ludwig Freiherr von Lerchenfeld, Rainer Ludwig, Henry Schramm, Dr. Volker Seitter

Vertreter des Stadtrats:

Christina Flauder, Dr. Johann Hunger, Jörg Kunstmann


In Kulmbach könne man stolz sein, was während der Pandemie geleistet wurde, betonte der Landrat. Das gelte auch für das Klinikum Kulmbach, das schon sehr frühzeitig alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen habe. Die gemeinsamen Anstrengungen, die Pandemie in Kulmbach zurückzudrängen, haben, wie Söllner sagte, bislang Erfolg gezeigt. Dafür sei allen zu danken, die zum Teil rund um die Uhr im Einsatz gewesen sind. Auch die Beschränkungen und Regeln, die im Zusammenhang mit der Pandemie erlassen wurde, befand Söllner ausdrücklich für gut: "Die Weichen wurden richtig gestellt. Unser Gesundheitssystem ist sehr gut aufgestellt und auch unsere Behörden haben gezeigt, was sie leisten können. Es wurde unglaublich viel getan, um die Lage im Griff zu halten."

Gut gehe es auch mit dem Erweiterungsbau am Klinikum Kulmbach voran, betonte Söllner. Das Klinikum Kulmbach bezeichnete er als eines der erfolgreichsten Häuser in kommunaler Verantwortung in ganz Bayern. Das Klinikum erfahre seit Jahren eine sehr dynamische Entwicklung. Als er 1996 das Amt des Landrats in Kulmbach angetreten hat, habe das Klinikum rund 700 Mitarbeiter beschäftigt, jetzt seien es rund 1650. Das Klinikum sei größter Arbeitgeber und größter Ausbildungsbetrieb im gesamten Landkreis.

Vor Kurzem seien die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt des Erweiterungsbaus begonnen worden. Die Fertigstellung des gesamten, rund 150 Millionen Euro teuren Bauprojekts sei für Ende 2023 geplant, es könne aber auch 2024 werden. Rund 46 Millionen Euro habe der im Februar eingeweihte erste Abschnitt gekostet. Für den jetzt gestarteten zweiten Abschnitt seien die Kosten auf rund 100 Millionen Euro geschätzt, der aktuelle Zuschuss vom Freistaat Bayern betrage dafür 66,9 Millionen Euro, informierte der Landrat .

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Klinikums habe auch die Verbandsversammlung, die traditionell in den vergangenen Jahren einstimmige Beschlüsse gefasst und damit ihre Verbundenheit zum Haus zum Ausdruck gebracht habe. "Wir müssen zusammenhalten. Parteipolitische Auseinandersetzungen sind hier fehl am Platz und hat es bislang auch nie gegeben", sagte Landrat Söllner. Konstruktive Zusammenarbeit sei auch weiterhin gefordert. "Wir müssen weiter konstruktiv arbeiten und diese Stärke auch in die Zukunft transportieren. Dass wir immer an einem Strang gezogen haben, hat uns stark gemacht." Ausdrücklich dankte der Landrat seinem langjährigen Stellvertreter im Zweckverband, dem ehemaligen Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm. Er sei es gewesen, der großen Anteil an der erfolgreichen Weichenstellung für das Haus gehabt habe.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die bisherigen Mitglieder des Bauausschusses und ihre Vertreter Ludwig von Lerchenfeld (Henry Schramm), Christina Flauder (Dr. Volker Seitter) und Dr. Reinhard Baar (Dr. Johann Hunger) in ihren Ämtern bestätigt.

Landrat Klaus Peter Söllner dankte den mit Beginn der neuen Periode ausgeschiedenen Mitgliedern Stefan Schaffranek, Martin Weiß und Roland Wolfrum für deren Engagement. Eine offizielle Verabschiedung sei aufgrund der Corona-Pandemie derzeit nicht möglich. Sie soll, wie der Landrat sagt, aber nachgeholt werden, sobald die Umstände eine Feier wieder möglich machen. red

 

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