Nach einem Streit auf dem Festgelände eskalierte die Situation: Ein 21-Jähriger griff eine Rettungssanitäterin und einen Polizeibeamten an. Insgesamt musste die Polizei am Donnerstag mehrfach einschreiten.
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Gegen 21.50 Uhr kam es auf dem Festgelände zu einem Vorfall, bei dem eine vierköpfige Gruppe vom Sicherheitsdienst mit einem Hausverbot belegt wurde. Weil die Personen der Aufforderung, das Gelände zu verlassen, nicht nachkamen, sprach die Polizei einen Platzverweis aus. Während der Maßnahme beleidigte ein 41-jähriger Mann aus Helmbrechts die eingesetzten Beamten massiv mit herabwürdigenden Äußerungen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.
Nur rund eine halbe Stunde später, gegen 22.20 Uhr, eskalierte ein Streit im Bereich der Buchbindergasse. Dort gerieten zwei Festbesucher zunächst verbal aneinander. Als der Sicherheitsdienst die Streithähne trennen wollte, schlug ein 21-jähriger Kulmbacher einem Security-Mitarbeiter gegen die Brust.
Weil sich die Situation weiter zuspitzte, nahm die Polizei den aggressiven Mann in Gewahrsam und brachte ihn zur Dienststelle. Dort äußerte er mehrfach Suizidgedanken und forderte die Beamten auf, ihn zu erschießen. Da sich der 21-Jährige nach Einschätzung der Polizei in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wurde er in eine Fachklinik eingewiesen.
Doch auch auf dem Weg dorthin blieb der Mann aggressiv: Während er auf der Trage lag, trat er einer 25-jährigen Rettungssanitäterin mit dem Fuß ins Gesicht und spuckte sie anschließend an. Während des Transports trat er außerdem einem Polizeibeamten ebenfalls mit dem Fuß ins Gesicht. Beide Angegriffenen wurden leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen. Gegen den 21-Jährigen wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.
Für einen weiteren Bierfestbesucher endete der Abend ebenfalls mit Konsequenzen: Beamte der Polizeiinspektion Kulmbach kontrollierten um 0.26 Uhr im Stadtgebiet einen 22-jährigen polnischen Autofahrer. Dabei stellten sie deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein Atemalkoholtest ergab 1,1 Promille. Der Mann gab an, zuvor auf der Bierwoche Alkohol getrunken zu haben. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein.