Kulmbacher Erfolgsclub Katschenreuther Rekordjagd

Gerhard Leinfelder

Der VfR hat in der Hinrunde der Fußball-Bezirksliga eine eindrucksvolle Bilanz – vor allem in der Defensive. Den Beweis dafür gab es am Wochenende. Wie lief es bei den anderen Teams?

Kulmbach - Der VfR Katschenreuth schreibt seine beeindruckende Geschichte fort. Mit einem 2:0-Erfolg beim FC Rehau beendet die Zenk-Truppe die Vorrunde als einziges Bezirksligateam ohne Niederlage. Aufgrund der Niederlagen der Mitbewerber SpVgg Bayreuth II und BSC Saas Bayreuth haben sich die Kulmbacher auf den zweiten Rang der Bezirksliga vorgeschoben. Zudem kann die Zenk- Elf weitere Superlative vermelden: Nur sechs Gegentore in 14 Spielen – zudem zehn Mal ohne Gegentor geblieben.

Kreisliga Hof Nord

In der Kreisliga Hof/Nord ist der Höhenflug der SG Enchenreuth/Presseck bis auf Weiteres beendet. Nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage beim VfB Helmbrechts brachte es die Burger-Truppe in den vergangenen drei Spielen nur auf einen Punkt, was bei nur einem Treffer in diesen Partien auch nicht verwunderlich ist. Auf Konsolidierungskurs ist dagegen der FC Frankenwald. Mit einem souveränen 5:1-Erfolg gegen das Schlusslicht ATS Hof/West/ESV Hof sonderten sich die Frankenwälder weiter von den Abstiegsrängen ab.

Kreisliga Bayreuth/Kulmbach

Die Schlagzeile des Spieltages lieferte die Liga schon vor dem eigentlichen Spielgeschehen. Der ATS Kulmbach zog seine Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurück. Nach dem SV Weidenberg ist es bereits das zweite Team, das aufgrund der personellen Entwicklung nicht mehr spielfähig ist. Somit spielt die Kreisliga Bayreuth/Kulmbach nur noch einen direkten Absteiger aus.

Dafür haben an diesem Wochenende zwei Kulmbacher Mannschaften dann auch gleich „Bewerbungsschreiben“ abgeliefert. Die SG Kupferberg/Ludwigschorgast kann offensichtlich ihre zahlreichen Ausfälle nicht ersetzen. Bei der 1:7-Niederlage gegen den TSV Neudrossenfeld II gab es zum zweiten Mal in Folge einen „Siebener-Pack“. Und das Spiel hatte das gleiche Schema wie am Vorsonntag gegen Neuenmarkt: Eine Stunde lang hielten die Weber- Schützlinge halbwegs mit, dann brachen alle Dämme. In der letzen halben Stunde des Spieles erhöhten die Gastgeber fast mühelos von 3:1 auf den 7:1-Endstand.

Nach Begradigung der Tabelle ist der TSV 08 Kulmbach nach seiner 0:2-Heimniederlage gegen den BSC Saas-Bayreuth II Tabellenletzter mit einem Punkt Rückstand auf die SG. Dabei mussten die Katzbachtaler die beiden entscheidenden Treffer zur Unzeit hinnehmen: Kurz vor dem Pausenpfiff und kurz vor dem Schlusspfiff war die Konzentration der Nagel-Truppe nicht mehr vorhanden.

Auf Kurs ist dagegen der FC Neuenmarkt als Tabellensechster. Das leistungsgerechte 1:1 gegen den Aufstiegskandidaten TSV Bad Berneck lässt die Schlegel-Elf weiterhin im Verfolger-Kreis mitschwimmen.

Kreisklasse Kulmbach

Mit einem eindrucksvollen 5:0 bei Verfolger TSV Ködnitz untermauerte Tabellenführer SV Motschenbach seine Titelambitionen. Mit aggressivem, hohen Anlaufen brachten die Werzer-Schützlinge Ködnitz in große Verlegenheit und führten nach einer halben Stunde bereits mit 3:0. Der Rest war dann nur noch Formsache.

Unerbittlich auf den Fersen bleibt den Motschenbachern der VfB Kulmbach. Mit einem glatten 7:1 beim Tabellenletzten SV Ramsenthal ließen die Metzdorfer keinen Zweifel am Sieg aufkommen. Dabei lieferten sich die beiden VfB-Torjäger Kodisch und Berce einen innerbetrieblichen Wettbewerb in Sachen Tore-Erzielung. Am Ende war Kodisch vier Mal und Berce drei Mal erfolgreich.

Mannschaft der Stunde in der Kreisklasse Kulmbach ist aber der SV Hutschdorf. Zudem ist die Förster-Elf Garant für ein Torespektakel. War es am Vorsonntag ein 5:4-Sieg, so waren es an diesem Sonntag „nur“ acht Treffer, die die Zuschauer in Trebgast zu sehen bekamen. Am Ende siegten die Hutschdorfer mit 6:2 – und der Gästespielertrainer war vier Mal erfolgreich. Ob es allerdings trotz der Siegesserie von acht Dreiern in Folge nach vorne noch reicht bleibt fraglich: Aktuell ist die Mannschaft aus dem Thurnauer Ortsteil noch neun Punkte hinter dem Tabellenzweiten.

Ein Tor des Marktschorgasters Hoffmann in der Nachspielzeit bescherte der SG ein ganz wichtiges 3:2-Erfolgserlebnis gegen Kirchleus. Die Männer vom Steinhügel haben damit einen großen Schritt weg von den direkten Abstiegsplätzen getan.

Dagegen wird die Lage der SG Oberland immer bedrohlicher. Das 1:2 gegen den TDC Lindau war schon wieder die dritte Niederlage in Folge. Dabei gelang es den Marktleugastern den 0:1-Rückstand auszugleichen. Fünf Minuten vor Spielende gelang den Gästen der Siegtreffer.

 

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