Notenschnitt: 0,77 - Medizinstudium ist geplant
Die 17-jährige Elena Brandl aus Kulmbach hatte schon eine kleine „Vorahnung“, dass sie zu den Jahrgangsbesten am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium (MGF) gehören würde: „Ich habe in den zurückliegenden Jahren viel gelernt und war zwar nicht immer die Klassenbeste, aber ich war bei den Besten dabei. Dieses Ziel habe ich mir auch für das Abitur gesetzt. Ich habe mein Bestes gegeben und dieses Ziel auch erreicht.“ Die Freude über diese außergewöhnliche Leistung ist bei Elena Brandl natürlich riesengroß: „Ich freue mich wirklich sehr, dass ich das geschafft habe. Das gibt mir viele Möglichkeiten für meine Zukunft.“ Zwei Lieblingsfächer waren es, mit denen Elena Brandl auch Preise gewann, Latein und Biologie.
Elena Brandl will sich für ein Medizinstudium bewerben und ist guter Hoffnung, dass es mit ihrem Notendurchschnitt auch möglich ist. Am liebsten würde Elena Brandl ihr Medizinstudium in Erlangen beginnen, aber für sie sei Würzberg und Regensburg ebenso akzeptabel. In welche Fachrichtung ihr Weg dann führt, das wird die Kulmbacherin erst nach dem allgemeinen Studium der Medizin entscheiden.
Die Einser-Abiturientin ist gern in der Natur und fotografiert auch gerne. Diese Hobbys gerieten im Abiturstress natürlich etwas ins Hintertreffen: „Ich lese auch sehr viel. Daneben ist es mir wichtig, mich mit meinen Freunden zu treffen, mit denen ich auch das Abitur gemacht habe.“ Die Zeiten, in denen eine Einser-Schülerin bei ihren Mitschülern nicht sehr beliebt war, sind längst vorbei. „In der Grundschule hatte ich da schon Probleme, aber mittlerweile glaube ich, dass dieses Denken aufgehört hat. Meine Freunde freuen sich mit mir und ich habe viel Wertschätzung erfahren.“ Die Freude wurde bei Elena Brandl noch größer, als sie auch die Prüfung zum Führerschein mit Erfolg ablegte und der Papa sie mit der Nachricht überraschte, ihr ein Auto zu schenken.
Wie geht es für die Schüler weiter?
Für jeden Schüler stellt sich nach dem bestandenen Abitur die Frage, wie es danach weiter gehen soll. Die Frankenpost hat mit den drei Jahrgangsbesten des CVG Kulmbach über ihre Wünsche, Ziele und darüber gesprochen, wann sie sich vom „Durchschnittsschüler“ zum Klassenbesten entwickelt haben.
Der Kulmbacher Giuliano Lattus: „So gut hatte ich es nicht eingeschätzt, aber eine Eins vor dem Komma hatte ich mir schon vorgestellt.“ Oliver Miering aus Himmelkron gab zu, in die Nähe der Traumpunktzahl von 800 zu kommen: „Mehr oder weniger hatte ich es so erwartet, dass ich in dem Bereich liegen werde.“ Und Lukas Ewald – er ist in Kulmbach zu Hause – hatte die Traumnote von 1,0 nicht erwartet: „Dass ich so eine Note erreichen werde, das hat sich erst in den vergangenen paar Jahren entwickelt.“ Der Knoten platzte bei Lukas Ewald in der 11. Klasse im Alter von 17 Jahren, bis dahin waren die Noten eher „durchwachsen“, wie er selbst einräumte.
Bei Oliver Miering war es ähnlich: „Bei mir ging es auch erst in der 11. Klasse mit den Einsern los. Von da an war ich dann relativ weit vorne.“ Giuliano Lattus erinnert sich, dass er durchgehend „relativ“ gut war: „Ich war auch vor dem Abi schon ein paar Mal Klassenbester, aber jetzt hatte ich noch einmal einen besonderen Ansporn.“ Die künftige Studienwahl ist bei den drei Jahrgangsbesten unterschiedlich. Giuliano Lattus hat sich für das Studium der Meteorologie entschieden: „ Ich habe mich mit der Thematik nicht wirklich beschäftigt, aber mein Interesse daran ist sehr groß. Die Uni, die ich mir ausgewählt habe, wäre Leipzig, aber es gibt auch im Norden Universitäten, die dieses Studienfach anbieten. Alternativ habe ich auch über das Lehramtsstudium nachgedacht.“
Oliver Miering will im Herbst ein Studium der Pharmazie aufnehmen: „Einfach deshalb, weil ich naturwissenschaftlich interessiert bin. Da bieten sich später als Apotheker oder auch in der Forschung berufliche Möglichkeiten.“ Lukas Ewald hat sich für ein Studium der Medizin entschieden: „Biologie war schon immer ein Schulfach, für das ich mich in den vergangenen Jahren sehr interessiert habe. Besonders die Dermatologie, ein Teilgebiet der Medizin, finde ich sehr spannend. Ich könnte mir gut vorstellen, nach meinem Studium einmal in diesem Bereich der Medizin zu arbeiten.“