Absage der Kultnacht Wunsiedel Bürgerforum lässt sich etwas Neues einfallen

Eine Kultnacht hat es jedes Jahr im Mai in der Kreisstadt gegeben. Corona verhindert erneuert dieses Event. Das Bürgerforum lässt sich etwas Neues einfallen. Kultnächtle könnten es werden.

Wunsiedel - Am Samstag wäre es wieder so weit: Die Kultnacht, einer der Höhepunkte des Jahres in Wunsiedel, würde stattfinden. Leider ist es nach der Absage 2020 auch in diesem Jahr wieder nur ein ‚würde’, denn Veranstaltungen sind coronabedingt nach wie vor untersagt. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Kultnacht völlig ausfällt. Die Verantwortlichen des Bürgerforums Wunsiedel haben neue Ideen für den Sommer und warten nur darauf, sie auch umsetzen zu dürfen.

So sind anstelle von einer einzigen, vielfältigen und dicht mit Künstlern gespickten Kultnacht heuer über den gesamten Sommer hinweg mehrere, dafür aber kleinere Events geplant. „Kunstnächtle“ könnte man sagen. „Es ist schon sehr bitter und betrübt uns, dass die Kultnacht nun schon zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden kann. Aber wir haben mit dem neuen Konzept für dieses Jahr, glaube ich, eine gute Alternative gefunden“, sagt Stefan Frank, Vorsitzender des Bürgerforums.

Noch kein Termin

Da man aktuell noch abwarten muss, wie sich die Corona-Pandemie entwickelt, kann Frank bisher nur wenige Details nennen: „Es gibt noch keine genauen Termine, momentan ist ja leider noch nichts planbar. Angedacht ist es, die Events über die Sommermonate zu verteilen. Auch zu den Künstlern und deren Auftritten kann ich noch nicht viel sagen. Es werden aber sowohl bereits bekannte, als auch neue Gesichter zu sehen sein.“

Je nachdem, wann die Bundesregierung das Okay für Veranstaltungen gibt, kann es laut Stefan Frank passieren, dass die Termine für die „kleinen Kultnächte“ mit relativ wenig Vorlauf bekannt gegeben werden. Die Sehnsucht nach Live-Kultur ist jedenfalls groß: „Solche Events fehlen uns total – sowohl als Veranstalter, als Künstler und auch als Besucher. Auch wenn die Kultnächte wohl nur mit begrenzter Teilnehmerzahl erlaubt sein werden, wir haben große Lust darauf.“

Eintritt frei

Wie gewohnt wird der Eintritt für die Zuschauer übrigens frei sein. Stefan Frank und sein Team aus ehrenamtlichen Organisatoren des Bürgerforums freuen sich aber über jede Spende: „Die Künstler werden für ihre Auftritte selbstverständlich bezahlt. Da sind wir nun mal ein Stück weit auf Spenden angewiesen. Das hat in der Vergangenheit aber immer gut funktioniert. Die Leute sollen eben so viel bezahlen, wie ihnen die Veranstaltung wert ist.“

Nun bleibt Frank also nur noch das Abwarten darauf, mit den entsprechenden Corona-Vorschriften planen zu können: „‚Können’ könnten wir ja bereits, und ‚wollen’ täten wir schon längst. Nur ‚dürfen’ dürfen wir eben noch nicht.“

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