Kultur bleibt in der Pause Rosenthal-Theater bleibt weiter im Lockdown

Das Rosenthal-Theater in Selb bleibt weiterhin geschlossen. Bald wird dort allerdings ein mobiles Impfzentrum eingerichtet. Foto: /Florian Miedl

Zahlreiche Veranstaltungen werden verschoben oder ersatzlos abgesagt. Bald gibt es jedoch ein mobiles Impfzentrum im Theater-Foyer.

Selb - Das Rosenthal-Theater Selb bleibt weiterhin geschlossen, zumindest finden dort keine Theateraufführungen, Konzerte oder Ausstellungen statt. Betrieb gibt es aber dennoch, denn im Theaterfoyer wird demnächst ein mobiles Impfzentrum eingerichtet, um vor allem den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Möglichkeit zur Immunisierung gegen das Corona-Virus zu erleichtern.

Alle für den Februar geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden, es gibt aber bereits neue Termine oder Optionen. Dies betrifft die für den 6. Februar vorgesehene Country-Night (neuer Termin am 29. Oktober), das Konzert mit Romeo Franz & Ensemble am 12. Februar (neu 8. Oktober), den Fredl-Fesl-Abend mit Gery Gerspitzer am 14. Februar (neu 21. Januar 2022), das Ballett „Chaplin“ mit dem Theater Hof am 25. Februar (neu voraussichtlich 8. Juni), und die Sandmalereishow „Märchen in Sand“ am 28. Februar (neu 10. April 2022). Die für diese Veranstaltungen bereits erworbenen Eintrittskarten können gegen Erstattung der Kartenpreise in der Vorverkaufsstelle in Selb, Leo’s Tee & Mehr, Ludwigstraße 27, zurückgegeben werden. Der inzwischen traditionelle Regionalwettbewerb Ballett, der am 19. und 20. Februar laufen sollte, ist ersatzlos abgesagt.

Künstler und Produzenten brauchen Vorlauf

Weil auch für den März die Prognosen für Kultur eher düster sind, wurden auch alle in diesem Monat geplanten Veranstaltungen im Rosenthal-Theater abgesagt. Der Lockdown wurde vor Kurzem schließlich bis vorerst 7. März verlängert, auf der Liste für mögliche Lockerungen stehen Theater und Kinos ganz weit hinten.

Ungeachtet der angeordneten Schließungen der Theater brauchen Künstler und Tourneeproduzenten genügend Vorlauf und können nicht je nach den immer sehr kurzfristigen Entscheidungen des Staates hinsichtlich Beschränkungen oder auch Lockerungen von heute auf morgen bereitstehen. Viele Darsteller und Musiker sind nicht fest angestellt, sondern Soloselbstständige, und zum großen Teil wegen der Pandemie nicht im Probenbetrieb. Außerdem müssen Tourneen jeweils neu geplant werden, was viele Absprachen mit Veranstaltern erfordert. Die wenigsten Gastspiele finden nur in Selb statt, sondern sind aus wirtschaftlichen Gründen in Tourneen eingebunden. Auch Tourneeausstatter brauchen Vorlauf für einen Neustart. Die Aufführungen und Konzerte erfordern einen immensen logistischen Aufwand und scheitern im Moment neben den geschlossenen Häusern auch an Reisebeschränkungen und daran, dass beispielsweise Hotels keine Gäste aufnehmen dürfen.

Man muss im Umgang mit Corona und den Entscheidungen der Regierung dazu sehr vorausschauend arbeiten. Die Abläufe im letzten Jahr mit dem sehr erfolgreichen, allerdings nur sieben Wochen währenden Neustart im Rosenthal-Theater im September und Oktober haben gezeigt, dass für eine gute Vorbereitung ein Vorlauf von mindestens sechs Wochen erforderlich ist.

Karten könnenauch umgetauscht werden

Zu den im März bereits abgesagten Veranstaltungen gehört die nun schon zum dritten Mal wegen Corona verschobene „Italienische Nacht“ mit der Italo-Pop-Band „I Dolci Signori“, die für den 21. März, vorgesehen war. Der neue Termin ist nun der 2. Januar 2022 um 17 Uhr, in der Reihe „Kultur am Sonntagnachmittag“. Die dafür gekauften Karten bleiben gültig, können aber an der Vorverkaufsstelle in Selb zurückgegeben werden. Es ist davon auszugehen, dass in rund einem Jahr wieder zumindest mit weniger Beschränkungen gespielt werden kann. Deshalb können nach Neustart des Vorverkaufs die Karten auch gegen andere umgetauscht werden.

Gleiches gilt für das am 14. März geplante meditative Konzert „Stille fühlen“ mit der Sängerin Sonja Mende aus Selb und dem Pianisten Hans-Peter Neuber. Das Konzert ist neu terminiert für den 21. Mai 2021, um 19.30 Uhr.

Weiter abgesagt im März sind: „Geliebte Hexe“ (3. März), der „Bembers“ (4. März), Kabarett mit Bernd Regenauer (12. März), „Mutter Courage“ mit dem Theater Hof (18. März), das Konzert der Hofer Symphoniker (25. März) und eine Travestie-Show mit „Femmes Fa Gee“ (27. März). Auch für diese Veranstaltungen gibt es bereits Ersatztermine oder Ersatzproduktionen. Darüber informiert das Rosenthal-Theater aber gesondert.

Theaterpersonal ist weiterhin beschäftigt

Das Theaterpersonal ist übrigens trotz des Lockdowns gut beschäftigt. Ein Techniker arbeitet für den Winterdienst am Baubetriebshof, zwei weitere sind im Wechsel mit der Installation neuer Informationstechnik in den Schulen oder beispielsweise mit der Installation einer Tonanlage im Rathaussaal beschäftigt. Daneben betreuen sie verschiedene „Baustellen“ im Theater, die bei Normalbetrieb nicht zu erledigen sind. Die beiden Reinigungskräfte erledigen Maler- und Instandhaltungsarbeiten im Garderoben- und Bühnenbereich. Das Theaterpersonal kümmert sich demnächst auch um das bereits erwähnte Impfzentrum und dessen Team. Die Mitarbeiterin im Kulturamt arbeitet als Schwangerschaftsvertretung im Bereich Schulen und Sport. Alleine der Sachgebietsleiter ist weiterhin als zentrale Schaltstelle im Büro beschäftigt.

Bei Fragen zu den verschobenen oder abgesagten Veranstaltungen sowie zu den möglichen Kartenrückerstattungen steht das Kulturamt unter der Nummer 09287/883-119 oder per E-Mail an kulturamt@selb.de zur Verfügung. Auch im Internet unter www.selb.de sind weitere Informationen zu finden. red

 
 

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