Sie hat vor zwei Jahren mit ihrem Buch offenbar den Nerv vieler Mütter getroffen. In „Mama kann nicht mehr – wie ich mir Elternsein nicht vorgestellt habe“ (Kiepenheuer und Witsch) beschreibt die Hoferin Julia Knörnschild auf 240 Seiten, wie sie im Sommer 2022 aufgrund einer Erschöpfungsdepression in eine Tagesklinik kam und anschließend mit den Diagnosen Burnout, ADHS und Angststörung konfrontiert wurde. Es ist ein sehr persönlicher, schonungsloser und offener Einblick in das Leben einer zweifachen Mutter. Trotz der Schwere des Themas gelingt es der Wahlberlinerin wie bereits zuvor in ihrem Erstlingswerk „Chillig mit Baby“ humorvoll und nahbar zu erzählen und damit ein bislang wenig beleuchtetes Thema in die Mitte der Öffentlichkeit zu rücken.