Die radikalste, aber wohl effektivste Methode sei es, einen Sprengsatz unter den Kopf zu legen und den Kopf zu sprengen. Das sei aber ethisch nicht vertretbar und auch aufgrund der zuschauenden Menschen nicht möglich. Zudem könne die Methode dazu führen, dass der Wal reißt und die Proben für eine spätere wissenschaftliche Analyse unbrauchbar werden. "Alle drei Möglichkeiten der aktiven Tötung wurden ausgeschlossen, und es wurde entschieden, den Wal auf natürliche Weise sterben zu lassen", betonte König.
Internationale Experten unterstützen gestoppte Rettung
Jede Strandung eines großen Wals sei einzigartig und bedeute eine enorme Herausforderung, sagte Kate Wilson von der Organisation International Whaling Commission (IWC) der Deutschen Presse-Agentur. Dabei komme es auf Größe und Lage des Tieres, den Ort der Strandung – am Strand oder im flachen Wasser – Wetter, Brandung, Gelände und Gezeiten an. "Zusätzlich zu einer besonders schwierigen Kombination dieser Faktoren hatte sich dieses Tier bereits schwer in Fischereiausrüstung verfangen, was es geschwächt haben dürfte."
Internationale Experten des IWC hatten den Einsatz beim an der Ostseeküste gestrandeten Wal beraten und unterstützt. "Dies war ein äußerst herausfordernder Fall", hieß es am Dienstag in einem Statement auf der Website. Trotz umfassender Anstrengungen sei das Tier wiederholt gestrandet. Daher unterstütze die IWC die Entscheidung der deutschen Behörden, weitere aktive Rettungsversuche zu stoppen.
Mehrere Eilverfahren abgelehnt
Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Schwerin gab es vier Eilverfahren im Zusammenhang mit dem gestrandeten Wal, bei denen es um die Rettung beziehungsweise das Ergreifen bestimmter Maßnahmen ging. Alle seien von Privatpersonen gestellt und abgelehnt worden. Begründet worden sei dies mit der Unzulässigkeit des Antrags mangels Antragsbefugnis.