CHEMNITZ – Als Bildhauer war er „der deutsche Rodin“, als Maler ein Naturalist, der mythologische und christliche Themen in die Gegenwart holte und damit oft Anstoß erregte. Vielleicht sein Bestes schuf er mit Grafiken, darunter mehrere Zyklen über Rolle und Stellung der Frau, die ihn berühmt machten als herausragenden Künstler des Symbolismus in Deutschland. Jetzt gibt Max Klingers 150. Geburtstag Anlass, an ihn zu erinnern. Eine große Ausstellung wird ihm in seiner Vaterstadt Leipzig gewidmet. Aber auch die Kunstsammlungen Chemnitz warten mit einer Schau auf, die der Kunsthistoriker Klaus Gallwitz, ein aus Dresden stammender Weltbürger, bei ihrer Eröffnung als große Leistung rühmte: Mit „Klinger in Chemnitz“, sagte er, sei das Haus nicht zum ersten Mal stärker und lebendiger als mancher Nachbar.