Bayreuth - Theater muss nach Auffassung des Regie-Altmeisters Hans Neuenfels (69) "immer anecken und auch viel riskieren". Das Theater der Gegenwart sei oft "zu ängstlich und sehr bescheiden, sehr zurückhaltend und auf sich selbst bezogen", sagte Neuenfels in Bayreuth. Viele Theatermacher seien "nicht krass genug", auch wenn ihn persönlich "das viele Blut" auf manchen Bühnen als Modetrend nie interessiert habe. "Das lässt mich kalt", meint der Regisseur und fragt den Theaternachwuchs: "Wo eckt ihr wirklich an? Wo seid ihr listig oder klug? Man muss mit dieser Gesellschaft kämpfen, so ist Theater auch immer gewesen."
Kunst und Kultur Anecken und riskieren
Von Wilfried Mommert 26.08.2010 - 00:00 Uhr