Frankfurt/Main - Die Frankfurter Buchmesse will "eine Plattform und Raum für Auseinandersetzungen" bieten. Dies betonte am Tag vor der Eröffnung der weltgrößten Bücherschau Messedirektor Juergen Boos. Zwar könne die Messe keine Probleme lösen, sagte er mit Blick auf das Gastland China am Dienstag in Frankfurt. Was Demokratie dort angehe, hoffe man aber auf "Wandel durch Annäherung und Annäherung durch Literatur". Man verurteile die Menschenrechtsverletzungen aufs Schärfste. Gleichwohl gehe es auf der Buchmesse um Literatur, nicht um Politik. Boos betonte die Rolle der Frankfurter Buchmesse als "größter Lesesaal der Welt". Zwar sei die Ausstellungsfläche wegen der Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den anglo-amerikanischen Markt um zwei Prozent geschrumpft. Jedoch sei bei den literarischen Agenten, dem "Rückgrat der Buchmesse", ein Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.