Und so was einem Mann, der Gottlieb hieß! Blasphemie warf man ihm vor, einen regelrechten "Atheismusstreit" entfesselte Johann Gottlieb Fichte, der allerdings dergleichen schätzte und nicht scheute. In einem Philosophischen Journal hatte er einen religionskritischen Artikel des (späteren) Saalfelder Lyceums-Rektors Friedrich Karl Forberg veröffentlicht und mit einem eigenen Aufsatz begleitet. Gemeinsam gingen die beiden davon aus, Gott als personales Wesen sei unbeweisbar; was die Menschen für den gütigen Allmächtigen ansähen, sei nur die "lebendige und moralische Ordnung", auf der ihr Zusammenleben fuße.