Leipzig - Sagas, Eddas und mehr: Island präsentiert sich heuer in Deutschland als Literaturnation. Gegenwärtig werden 125 isländische Titel ins Deutsche übersetzt. Im Oktober ist die Insel Gastland der Frankfurter Buchmesse, will sich aber nicht nur dort mit seinen Werken und Autoren vorstellen. Durch Lesereisen von Schriftstellern, Festivals und einen Tag der isländischen Poesie "öffnet sich den Verlagen und Lesern ein Fenster in einen der produktivsten Buchmärkte der Welt", sagte der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse. Dort ist das 300 000-Einwohner-Land mit fünf Autoren präsent, unter anderem vorgestellt durch Veröffentlichungen aus dem Transit-Verlag, der seinen Sitz in Berlin und Förbau bei Schwarzenbach/Saale hat. Hier erschien (wie berichtet) unlängst Indriði G. Thorsteinssons Roman "Taxi 79 ab Station" von 1955, ein Klassiker der isländischen Nachkriegsliteratur; gefolgt von Óskar Árni Óskarsons Familienporträt "Das Glitzern der Heringsschuppe in der Stirnlocke".
Kunst und Kultur Island als Literaturnation
Redaktion 18.03.2011 - 00:00 Uhr