Bayreuth - Er war ein Pionier der Land-Art in Deutschland. Die 30 Meter hohen "Feldzeichen", die Hannsjörg Voth 1974 nahe München aufstellte, wurden von empörten Bürgern abgesägt; es hieß, sie verschandelten die Landschaft. Berühmt wurde der Künstler durch drei aus Lehm gebaute bewohnbare Großprojekte in der marokkanischen Marha-Wüste: Auf eine "Himmelstreppe" folgten die "Goldene Spirale" und die "Stadt des Orion". Fast 20 Jahre lang verbrachte Voth jeweils den Winter dort. Und zeichnete, "um mit sich und der Umwelt ins Gleichgewicht zu kommen" - so sagte es Dr. Marina von Assel, die Chefin des Kunstmuseums Bayreuth, als jetzt in ihrem Haus eine Ausstellung ebendieser Zeichnungen eröffnet wurde.
Kunst und Kultur Jenseits der Zeit
Von Ralf Sziegoleit 16.02.2016 - 00:00 Uhr