Seiner Opern wegen kennt man den Franzosen Charles Gounod vor allem. Von seinem geistlichen OEuvre hielt sich immerhin die "Cäcilienmesse" im kollektiven Musikgedächtnis. Mit Raritäten hingegen erinnert der Carus-Verlag an den Tonsetzer, dessen Geburtstag sich heuer zum 200. Mal jährte. Ins Zentrum der wiederveröffentlichten CD stellen die "Vocalisti" zwei seiner Kurzmessen und die "Sieben letzten Worte Christi am Kreuz". In jener Passionsmusik breiten sie ihre Vorzüge so behutsam wie überzeugend aus: Bei aller Schlichtheit verflachen sie die stets dem Wort dienliche Satzkunst nie ins Simple, und die Stimmen tönen so jung wie ausgereift.
Kunst und Kultur Schöne Stimmen, allein und im Chor
Redaktion 11.10.2018 - 22:50 Uhr