Mainz (dpa) - Die Verbandsvorsitzende Cornelia Willius-Senzer übergab am Dienstag in Mainz den Antrag sowie eine Liste mit nahezu 43 000 Unterschriften an den rheinland-pfälzischen Kulturminister Konrad Wolf (SPD).

Das Welttanzprogramm schaffe eine Grundlage, um Menschen miteinander zu verbinden, sagte Willius-Senzer. «Wir überwinden Grenzen, wir überwinden Empfindlichkeiten.» Als Beispiel nannte sie das gemeinsame Tanzen von Israelis und Palästinensern.

Das Welttanzprogramm geht auf die Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich aus dem Jahr 1961 zurück. Ziel war eine international gemeinsame Grundlage für die Schritte zu fünf grundlegenden Tänzen: Walzer, Disco, Swing, Latino und Tango sowie ein möglichst einfacher Einstieg für Anfänger.
Jedes Bundesland kann alle zwei Jahre bis zu vier Vorschläge für das immaterielle Weltkulturerbe vorlegen. Die Kultusministerkonferenz der Länder wird voraussichtlich bis Mai kommenden Jahres entscheiden, ob der Antrag in die nationale Vorschlagsliste aufgenommen wird, die zurzeit 68 Vorschläge enthält. Jeder Staat kann der Unesco einmal im Jahr einen Vorschlag vorlegen.