Zur Hölle mit den Paukern? Irgendwann muss Schule was Schönes gewesen sein, lange bevor Pausenhöfe zu sozialen Brennpunkten verkamen, Klassenzimmer wie Kriegsgebiete explodierten, auf den Fluren Todesschützen
Amok liefen ... Nun, so geht es auch heute nicht überall zu. Und immer schon fochten Pennäler und Pädagogen Zweikämpfe mit (fast) allen Mitteln aus, namentlich jenen der Täuschung und List. Glaubt man der populären Überlieferung, so konnte es geschehen, dass die Oberstufe allein durch Anbringung eines simpel gefälschten Hinweisschildes (Wegen baulicher Veränderung bleibt die Schule heute geschlossen) ihr Institut in einen ausgestorbenen Geisterbau verwandelte. Und schon weit vor dem Zeitalter des Komasaufens soll es in Gymnasien zum Missbrauch von Suchtstoffen gekommen sein, von Heidelbeerwein beispielsweise Jäder nor einen wenzigen Schlock , mit bereits damals verheerenden Folgen: Herr Kollege, donnert der Direktor den Chemielehrer an: Sie haben meine schöne Oberprima vergiftet.
Geflügelte Worte. Aus Kino und Fernsehen, natürlich, kennt sie fast jeder. Heinz Rühmann spielte 1944 burschikos den hochwohlgeborenen Erfolgsschriftsteller Dr. Hans Pfeiffer mit drei f , der beim geistigen Heißgetränk mit einer froh benebelten Korona weitaus älterer Herren wettet, er werde unerkannt als biederer Abiturient an einem Kleinstadt-Gymnasium reüssieren. Schon 1934 (und 1970 noch einmal) gabs den unverwüstlichen Stoff auf der Leinwand stets ging er auf einen Roman zurück, den Heinrich Spoerl (wohl unter Mitwirkung des Leipzigers Hans Reimann) in Fortsetzungen im Düsseldorfer Mittag veröffentlicht hatte. Wenig später, heuer vor 75 Jahren, startete dann der Droste-Verlag mit der Feuerzangenbowle sein Buchprogramm.