Kurioses Doppel Blutiges Ende eines Tischtennis-Spiels

In der Tischtennis-Bezirksliga holt sich Spitzenreiter TTC Waldershof II gegen Schlusslicht Nagel eine blutige Nase. Rein sportlich. Als faire Sportler glänzt das Team in einer kuriosen Situation.

Ein Tischtennis-Spiel in Waldershof endete mit einer blutigen Nase. Foto: IMAGO/mhphoto/IMAGO/Mario Hösel

Tischtennis ist nicht unbedingt dafür bekannt, dass Spieler blutüberströmt in die Kabine müssen. Ganz ungefährlich ist das Spiel an der Platte aber dann doch nicht. Das mussten in der Bezirksliga die Spieler des TTC Waldershof II und des TTC Nagel bei ihrem Aufeinandertreffen erleben.

Nach der Werbung weiterlesen

Denn das Spiel, das von der Papierform her eigentlich eine klare Sache für die Gastgeber hätte werden sollen, endete blutig – für die Waldershofer rein sportlich mit dem 8:8-Unentschieden, für die Gäste im wörtlichen Sinne. Was war geschehen? Schon vor dem Schlussdoppel ging es hin und her – und stand schließlich 8:7 für das Heimteam. Somit musste das Schlussdoppel über Heimsieg und Remis entscheiden. Dies nahm dann einen mehr als kuriosen Verlauf: Beim Spielstand von 1:1 Sätzen bekam ein Gästeakteur so starkes Nasenbluten, dass die Partie fast 20 Minuten unterbrochen werden musste. Laut Regelwerk dürfte eine Verletzungspause im Tischtennis maximal zehn Minuten dauern, sodass das Doppel für das Heimteam als gewonnen gewertet worden wäre.

Doch die Waldershofer zeigten sich als echte Sportler mit großem Anstand: Aus sportlichen Gründen verzichteten die Gastgeber auf diese Regelung und setzten die Partie nach mehr als 20 Minuten fort. Die edle Entscheidung zahlte sich nicht aus: Denn die sportliche Fairness wurde mit einer 12:14- und 10:12-Niederlage „belohnt“. Nagel holte den Punkt, Waldershof sich das gute Gefühl, nicht am Grünen Tisch den Sieg errungen zu haben.

Das Unentschieden hat allerdings sportliche Folgen: Trotz des unerwarteten Punktverlusts für den Tabellenführer gegen den Tabellenletzten Nagel bleibt Waldershof mit 20:6 Punkten Spitzenreiter vor dem ATSV Tirschenreuth (18:6), der sich zu Hause gegen Holenbrunn sogar eine 4:9-Niederlage leistete. Somit scheint die Saison auf ein Endspiel am letzten Spieltag um die Meisterschaft hinauszulaufen.