Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will den Verkauf der Viessmann-Klimasparte an den US-Konkurrenten Carrier Global prüfen. Eine solche Prüfung mag üblich sein – sie ist aber wohl auch ein ernstes Signal an den transatlantischen Partner USA. Längst zeigt sich, dass die Politik immer mehr mitredet und mitentscheidet, wenn systemrelevante Wirtschaftsfelder betroffen sind. Interessant ist, dass es diesmal nicht um Geschäfte mit einem Konzern aus China geht – jenem Land, das immer mehr zum Rivalen des Westens wird. Diesmal möchte Habeck einen Deal unter die Lupe nehmen, der zwischen Unternehmen aus befreundeten Staaten ausgehandelt worden ist. Ja, Habeck hat sicher besonders die herausragende Bedeutung des Wärmepumpenmarkts für die deutsche Energiewende im Blick. Aber seine Ankündigung ist auch ein Seitenhieb gegen die US-Regierung, die mit ihrem riesigen Investitionsprogramm IRA ungeniert um Investoren buhlt und dabei keine Rücksicht auf ihre europäischen Verbündeten nimmt.