München - Mit "Vetternwirtschaft" wollen Bayerns Abgeordnete nicht mehr in Verbindung gebracht werden - und das im Wortsinn. Nach der für sie desaströsen Debatte um die Beschäftigung von nahen Verwandten in ihren Büros auf Staatskosten fürchten sie sich so vor dem Begriff, dass sie kurz vor der Abstimmung die schon vereinbarten strengeren Regeln noch einmal verschärfen. Nun wird es vom 1. Juni an sogar verboten sein, Familienmitglieder bis zum vierten Verwandtschaftsgrad anzustellen und sich dafür die Personalkosten vom Landtag erstatten zu lassen. So scheiden auch Cousins und Cousinen als staatlich alimentierte Mitarbeiter aus. Cousin ist schließlich ein Lehnwort aus dem Französischen. Auf gut bairisch ist das - richtig: der Vetter.