München/Hof - Wegen der dubiosen Kreditgeschäfte des früheren Medienratsvorsitzenden Klaus Kopka (CSU) mit dem verstorbenen Münchner Fernseh-Unternehmer Ralph Burkei geraten die Spitzen der Landeszentrale für Neue Medien (BLM) und ihres Medienrates weiter unter Druck - persönlich wie zeitlich. Bei einer Sitzung des Kontrollgremiums am Donnerstag mussten sich BLM-Präsident Wolf-Dieter Ring und Kopkas Nachfolger Erich Jooß (Bild) harsche Kritik gefallen lassen, weil sie ihr Wissen über Kopkas "inakzeptable Kreditbeziehung" (Jooß) sechs Jahre für sich behielten. Zudem muss die BLM bis zum 26. Mai einen umfassenden Fragenkatalog zu der Thematik beantworten. "Der Medienrat ist an der restlosen Aufklärung dieser Sache interessiert", erklärte Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) in seiner Funktion als bayerischer Medienminister.