«Momentan können wir die Panne nicht erklären», sagte Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) der «Thüringischen Landeszeitung» (Mittwoch). «Bevor sie nicht erklärbar ist, verbieten sich Rufe nach personellen Konsequenzen.» Den Ermittlern in Thüringen liege bereits ein Bericht der bayrischen Behörden vor, der nun ausgewertet werde. Zugleich verteidigte Poppenhäger die Arbeit des Landeskriminalamts: «Wir haben ein renommiertes Tatortteam.» Im Landeskriminalamt säßen die Experten, die viele Fälle mit guten Ergebnissen bearbeitet hätten.

Vor einer Woche hatten bayrische Ermittler mitgeteilt, dass die DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt am Fundort der Knochen der Schülerin Peggy auf eine Verunreinigung zurückgeht. Für den Spurenübertrag am Grabungsort im thüringisch-bayerischen Grenzgebiet seien Einsatzkräfte aus Thüringen verantwortlich, hieß es. Mehrere der am Fundort von Peggys Knochen eingesetzten Ermittler seien auch mit dem Fall Böhnhardt befasst gewesen. dpa