München - Die Opposition im Landtag ist mit den von Kultusminister Ludwig Spaenle vorgestellten Plänen für das neue G9 hart ins Gericht gegangen. "Die Stundentafel für das neunjährige Gymnasium ist alles andere als innovativ und genügt nicht modernen Ansprüchen", sagte der SPD-Bildungssprecher Martin Güll in München. Sein Grüner Kollege Thomas Gehring ergänzte, die in Aussicht gestellten Änderungen kämen zu spät. "Die heutigen Fünftklässler werden von den zusätzlichen Angeboten des G9 nicht mehr profitieren", bemängelte er. Bis die Umstellungen wirksam würden, seien weitere "sieben verlorene Jahrgänge" am Gymnasium zu beklagen. Michael Piazolo (Freie Wähler) forderte vor diesem Hintergrund, bereits die zum gerade auslaufenden Schuljahr ans Gymnasium übergetretenen Schüler ins G9 einzubeziehen.