Reckertshausen - Ein 15-Jähriger aus dem Hofheimer Stadtteil Reckertshausen ist am Wochenende offenbar an den Folgen einer Meningokokken-Meningitis gestorben. Das hat das Gesundheitsamt Haßberge auf Anfrage bestätigt. Der Schüler war am Samstag akut erkrankt und wurde ins Leopoldina-Krankenhaus gebracht. Trotz aller ärztlichen Bemühungen starb der Junge dort. Die Symptome, so heißt es vom Gesundheitsamt, lassen auf eine Meningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung) schließen. Die Erkrankung ist ansteckend und verläuft oft tödlich; sie ist meldepflichtig. Nach dem Tod des Jungen wurden durch das Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet, bestätigte Dr. Jürgen Reimann. So seien alle Familienangehörigen vorsorglich mit Antibiotika versorgt worden. Ebenso wurden über den Schulleiter der Hofheimer Realschule am Wochenende Jugendliche und Lehrer ausfindig gemacht, die mit dem Verstorbenen in engem Kontakt standen. Rund 70 Personen, so Dr. Reimann, seien ermittelt und mit Antibiotika versorgt worden. Dadurch soll verhindert werden, dass es zu einer Ausbreitung der Erkrankung kommt. Das Antibiotikum tötet mögliche Erreger ab. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, die sogenannte Inkubationszeit, für die Erkrankung beträgt zwischen zwei und vier Tage, in seltenen Fällen bis zu zehn. Der Mediziner betont, dass es keinen Grund zur Besorgnis gebe. Kontaktpersonen des 15-Jährigen, die Antibiotika einnehmen, könnten sich frei bewegen.
Länderspiegel Starb 15-jähriger Junge an Meningokokken?
Redaktion 31.03.2010 - 00:00 Uhr