Bayreuth – Der schießwütige Täter von Bayreuth – wir berichteten – war am Sonntag bereits von sechs Geschossen aus einer Polizeipistole äußerst massiv getroffen und hatte trotzdem noch die Kraft, sich selbst zu erschießen. Dies ergab das Obduktionsergebnis, das am Montag von Staatsanwaltschaft und Polizei veröffentlicht wurde. Demnach hatte der 53-jährige Mann fünf schwere Treffer im Oberkörper und einen Schuss in das Gesäß abbekommen, als er die Tatwaffe gegen sich selbst richtete und mit einem Schuss in den Mund Selbstmord beging. Trotz der schwersten Verletzungen hätte der Täter nach Expertenmeinung die sechs Schussverletzungen aus der Polizeiwaffe bei einem sofortigen Notarzt-Einsatz überlebt. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Leiche ergab zudem, dass der Täter von allen Polizeiprojektilen von vorne getroffen wurde. Der 53-Jährige ohne festen Wohnsitz hatte bei einer Routinekontrolle am Sonntagmittag am Stadtrand von Bayreuth unvermittelt das Feuer aus einer Pistole Marke Walther, Kaliber 7,65 Millimeter, auf zwei Streifenbeamte eröffnet. Einer der Bayreuther Beamten – der aus Presseck im Kreis Kulmbach stammende Jürgen Goller – wurde dabei durch zwei Schüsse in beide Oberschenkel schwer verletzt. Nach einer Notoperation am Sonntag ist der Beamte bereits auf dem Weg der Besserung. Er und sein 37-jähriger Streifenkollege, der einen schweren Schock erlitt, werden von speziell geschulten Beamten betreut.