Länderspiegel Verdi droht mit Post-Streik vom 1. September an

Ein Paketzentrum von Deutscher Post und DHL. Foto: Tom Weller/dpa

5,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung von monatlich 90 Euro für Azubis und Studierende sowie eine Fortschreibung der Postzulage für Beamte: Das sind die Forderungen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für die anstehende Tarifrunde bei der Deutschen Post AG.

Hof/Bayreuth/Coburg - Betroffen sind von den Verhandlungen bundesweit 200.000 Mitarbeiter, wie die Gewerkschaft in einer Mitteilung schreibt. Im Postleitzahlen-Bereich 95, der die Landkreise Bayreuth, Kulmbach, Hof, Wunsiedel und Tirschenreuth umfasst, sind demnach etwa 1100 Mitarbeiter betroffen. Im Postleitzahlen-Bereich 96, der die Landkreise Coburg, Kronach, Lichtenfels und Bamberg abdeckt, sind es etwa 900 Menschen, wie ein Verdi-Sprecher auf Nachfrage unserer Zeitung sagte.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, sind die geltenden Lohntabellen zum 31. August gekündigt. Dies bedeute, dass am 1. September die sogenannte Friedenspflicht ende - und somit mit flächendeckenden Streikmaßnahmen gerechnet werden müsse. Das könnte auch "leere Briefkästen und keine Paketsendungen" bedeuten, wie Verdi weiter schreit.

Verdi rechnet damit, dass der Arbeitgeber in Bonn die Forderungen nicht sofort eins zu eins übernehmen werde, obwohl der "wieder einmal mit hervorragenden Quartalszahlen auch in der Pandemie 2020 glänzen kann".

Auch wenn die Deutsche Post AG seinen Mitarbeitern eine "Corona-Prämie" von bis zu 300 Euro zahlen wird, dürfe diese Einmalzahlung nicht für eine angemessene Lohnforderung gegengerechnet werden, schließt Verdi in der Mitteilung.

Die erste Verhandlungsrunde ist für den 28. August terminiert. red

Autor

 

Bilder