Verrückter Lauf-Wettbewerb Verrückter Läufer-Wettbewerb

Auch im Schnee lässt es sich wunderbar laufen, „Ober Crazy Runner“ Markus Franz ist ab und zu auch mal mit Schneeschuhen unterwegs Foto:  

Das Crazy Runners Team Frankenwald hat für 2021 einen Wettstreit ausgerufen: Die Sportler sollen „Berge sammeln“. Bis zu 35.785 Höhenmeter sind möglich.

Geroldsgrün - Die Crazy Runners Frankenwald sind bekannt für Läufe und Aktionen, die nicht alltäglich – eben „crazy“– sind. In diesem Jahr lautet die Herausforderung, mehrere Berge zu sammeln und insgesamt 35.785 Höhenmeter zu erlaufen.

Die Idee dazu hatte der „Ober Crazy Runner“ Markus Franz, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Zunächst fing er aber klein an und rief dazu auf, „mal auf den Mount Everest“ zu laufen. Diese Idee rief bei den Mitgliedern zunächst Verwunderung hervor. Doch bald wurde klar, dass die Herausforderung harmloser ist, als gedacht.

Denn die Sportler sollen die Höhenmeter nicht auf einmal bewältigen, sondern in mehreren Anläufen. Die meisten Sportfreunde dokumentieren per Lauf-Uhr oder App ihre Strecken mit Kilometern, Zeiten und auch mit den dabei überwundenen Höhenmetern. Da kommt eine Menge zusammen – daher die Idee einer Höhenmeter-Challenge.

Und was liegt bei „verrückten“ Läufern näher, als bei vielen Höhenmetern auch mal an den höchsten Berg der Welt zu denken? Einmal auf den Mount Everest zu laufen würde also bedeuten, 8848 Höhenmeter während der Läufe im Jahr 2021 zu überwinden.

Der Blick auf die Laufdaten des Vorjahres zeigte jedoch, dass dies für die meisten der Crazy Runners im Team Frankenwald keine besondere Jahres-Herausforderung wäre. Also wurde die Challenge kurzerhand um weitere Berge ergänzt, die im Laufe des Jahres mit ihren Höhenmetern sozusagen „virtuell“ erlaufen werden sollen. Dabei kann jeder Teilnehmer seine Höhenmeter während des gesamten Jahres nach eigenen Vorlieben und mit eigenem Zeitmanagement gestalten. Er sucht sich seine Strecke, wählt sein Tempo und kann das ganze ja auch ganz Corona-konform quasi vor der eignen Haustür und für sich alleine tun.

Mit dem „Berge sammeln“ werden die Sportler in der eignen Heimat anfangen: Der höchste Berg des Frankenwaldes – der Döbraberg mit seinen 796 Höhenmetern – muss als erstes bezwungen werden. Wer dies geschafft hat, nimmt sich als nächstes die 1051 Höhenmeter auf den höchsten Gipfel in Franken vor: den Schneeberg im Fichtelgebirge. Nach und nach werden die Höhenmeter gesteigert.

Die Liste der „virtuellen“ Berge geht dann über den Großen Arber im Bayerischen Wald (1456 Höhenmeter) und dann auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze (2964 Meter). Das nächste Ziel sind die 3798 Meter des höchsten Berges in Österreich, des Großglockner. Und schließlich wartet der Mount Blanc als höchster Berg Europas mit 4809 Metern. Dann geht es an die 5895 Höhenmeter des Kilimandscharo in Afrika, nach Nordamerika zum Mount McKinley auf 6168 Meter, ehe am Ende die 8848 Höhemeter des Mount Everest anstehen – und das alles ohne Sauerstoff.

Wer tatsächlich alle Höhenmeter zu diesen Gipfeln erlaufen möchte, hat im Jahr 2021 ganze 35 785 Höhenmeter zu absolvieren. Das ist selbst für einen Crazy Runner eine echte Herausforderung. red

 
 

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