Übereinstimmenden Berichten zufolge soll der Iran eine Art Rundkurs ins Spiel gebracht haben: Schiffe könnten dabei auf einer nördlichen Route durch die Meerenge in den Persischen Golf einfahren und ihn auf einer südlichen Route entlang der Küste des Omans wieder verlassen. An den Verhandlungen der beiden Golfstaaten sollen die USA nicht beteiligt gewesen sein. Die Rede ist nun von einer Übergangslösung, während der vom Iran verlegte Seeminen beseitigt werden könnten.
Mit ihren Angriffen auf den Iran hatten die USA die später von Trump angeprangerte Blockade der Straße von Hormus selbst ausgelöst - vor Ausbruch des Krieges Ende Februar konnten Schiffe noch ungehindert durch die Meerenge fahren, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist. Derzeit wird sie faktisch vom Iran kontrolliert.
Nach Darstellung des Weißen Hauses sollen Schiffe bei einer möglichen Übergangslösung die Meerenge gebührenfrei befahren können. "Alle temporären Routen werden ohne jegliche Hindernisse befahrbar sein - das heißt, es sind keine Genehmigungen oder Erlaubnisse erforderlich und es werden keine Mautgebühren oder Gebühren erhoben", betonte ein ranghoher US-Beamter auf Anfrage. Er verwies darauf, dass die Meerenge eine internationale Wasserstraße sei.
Erdogan und Sharif in Saudi-Arabien erwartet
Heute wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen in Saudi-Arabien erwartet. Dort ist unter anderem ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und faktischen Herrscher des Königreichs, Mohammed bin Salman, und mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif geplant. Über Inhalte wurde offiziell zunächst nichts bekannt. Laut regionalen Quellen soll eine gemeinsame Verteidigungsvereinbarung unterzeichnet werden.
Die Länder bemühen sich als Vermittler im Krieg zwischen dem Iran und den USA um Deeskalation. Pakistan versucht, beide Seiten dazu zu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.