Lamilux-Ci-Classics Rehau ist wieder Radler-Mekka

Jürgen Henkel

An den Lamilux-Ci-Classics am Sonntag haben 641 Radler teilgenommen – und waren begeistert über den Neustart nach der Corona-Zwangspause.

Sage und schreibe 641 Radfahrer haben an der diesjährigen Radler-Aktion Lamilux-Ci-Classics teilgenommen. Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause herrschte bei den Teilnehmern, den Veranstaltern – dem Unternehmen Lamilux und dem Verein Fichtelgebirgsracer – wie auch bei politischen Gästen, Landrat Oliver Bär (CSU) und Bürgermeister Michael Abraham (CSU), große Begeisterung über den Neustart.

Vier Touren führten in die Umgebung von Rehau. Die Rennradstrecke führte auf 96 Kilometern unter anderem über den Waldstein. Die Mountainbike-Tour war mit 56 Kilometern zwar kürzer, aber nicht weniger anspruchsvoll. Hier ging es durch Waldstücke und über Stock und Stein. Die Cross-Strecke war rund 50 Kilometer lang und führte über befestigte Forstwege. Die Familientour schließlich bot auf 23 Kilometern eine Fahrt rund um Rehau. Parallel dazu konnten sich Kinder auch auf dem Gelände selbst auf einem Geschicklichkeitsparcours mit ihren Rädern austoben.

Ab 7.30 Uhr ging es rund auf dem Werksgelände. Immer mehr individuelle Radlerinnen und Radler aller Generationen und auch Radlergruppen verschiedener Vereine bevölkerten den Eingangsbereich. Ab 9 Uhr starteten die Gruppen zeitversetzt zu ihren unterschiedlich anspruchsvollen Touren. Die Teilnehmer waren bunt gemischt: Der älteste war 84 Jahre alt, die jüngste vier Jahre. Die Bedingungen waren ideal: Kaiserwetter.

In diesem Jahr hatte das Fahrrad-Ereignis auch einen politischen Aspekt. Für jeden gefahrenen Kilometer spendet die Firma Lamilux eine bestimmte Summe an die Ukraine-Hilfe. Dorothee Strunz machte bei der Eröffnung deutlich: „Mir geht das Herz auf, dass dieses Event nach zwei Jahren Pause wieder real und in Präsenz stattfinden kann. Wir dürfen uns alle freuen, dass wir das in Frieden und Freiheit in unserer Heimat genießen dürfen.“ Sie dankte allen Helferinnen und Helfern aus ihrem Unternehmen und dem Verein Fichtelgebirgsracer für die Mühen der Vorbereitung und die Durchführung der Aktion, die auch wieder von Polizei und Feuerwehr unterstützt wurde.

Am Ende gab es Ehrungen für etliche Teilnehmer. Ältester Radler war Erwin Hertel (84 Jahre, Cross-Strecke), älteste Teilnehmerin Erika Schwarz (80 Jahre, Cross). Jüngster Teilnehmer war Lennox Tippelt (fünf Jahre, Family-Strecke), jüngste Teilnehmerin Maja Marie Wolfrum (vier Jahre, Family-Tour). Die teilnehmerstärkste Gruppe stellte die IfL Hof mit 30 Radlern; die stärkste Schule war die Realschule Rehau. Insgesamt lagen die Teilnehmerzahlen dieses Mega-Events bisher nur einmal höher als an diesem Sonntag.

 

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