Als im Januar 2026 am Landgericht Hof der Prozess um mutmaßlich manipulierten Diesel beginnt, wirkt das Geschehen zunächst wie ein regionaler Steuerfall. Acht Angeklagte sitzen auf der Anklagebank – sechs Männer und zwei Frauen. Im Mittelpunkt steht Thomas Hoffmann, Seniorchef eines Mineralölunternehmens aus Schwarzenbach an der Saale im bayerischen Landkreis Hof. Ihm und seinen Mitangeklagten wirft die Staatsanwaltschaft bandenmäßige Steuerhinterziehung, gewerbsmäßige Steuerhehlerei und Betrug vor. Der Schaden für den Staat: mehr als 44 Millionen Euro. Was in den nächsten drei Monaten für Details ans Licht kommen, bewegt eine ganze Branche.