Landkreis auf Platz 290 Kulmbacher setzten auf kleine Motoren

Das Auto ist des Deutschen liebstes Hobby. Auch die Bürger im Kulmbacher Land fahren gerne. Dabei greifen sie lieber zu günstigeren Varianten.

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Dicke Dinger oder kleine Kraftpakete? Ein Blick unter die Haube der Autos im Landkreis Kulmbach zeigt, die Dicken sind in der Minderheit. 12,77 Prozent der Autos im Kreis Kulmbach haben nach der jüngsten Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes einen Motor mit mehr als zwei Litern Hubraum. 37,06 Prozent sind mit Motoren unter 1,4 Litern unterwegs. Der Rest liegt in der Klasse zwischen 1400 und 1999 Kubikzentimetern. Da sind Hybrid-Autos, die auch einen Verbrennungsmotor haben, je nach Hubraum mit eingerechnet. In der Liga der hubraumstarken Motoren mit zwei Litern und mehr Volumen, liegt Kulmbach auf Platz 290 von 400. Spitzenreiter ist der Kreis Starnberg mit einem Anteil von 20,93 Prozent.

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Autogröße nicht mehr Maßstab für Treibstoffverbrauch

Unter den Oberbegriff „Bestand’’ fallen alle Autos vom Oldtimer bis zur Neuzulassung. Der Bestand, um den es hier geht, spiegelt wider, welches Auto die Leute wollen und was sie sich leisten können. Was die Motorenauswahl angeht, ist es so: Im Kreis Kulmbach nahm die Zahl der Autos mit Motoren unter 1,4-Liter von 2021 auf 2022 um 110 ab. Macht 18.622 Autos oder 37,06 Prozent. In den anderen Motorklassen sank die Zahl der Fahrzeuge in der Klasse 1.400 bis 1.699 Kubik um 242. Damit liegt deren Zahl bei 24.650 Fahrzeugen, also 49,06 Prozent. Bei den Autos mit mehr als zwei Litern gab es im Kreis Kulmbach hingegen einen Anstieg um 72 Fahrzeuge auf 6.417. Insgesamt sind das 12,77 Prozent. Wobei aber kleine Motoren nicht automatisch schwach auf der Brust sind.

Kraftzwerge haben fast alle Hersteller im Programm. Der 1,0-Liter-EcoBoost-Motor von Ford zum Beispiel hat drei Zylinder und bringt bis zu 103 kW (140 PS). Was auch dafür sorgt, dass Autogröße nicht mehr der Maßstab für Treibstoffverbrauch ist. Wie viel eine Fahrzeug verbraucht kann uns aber seit 2021 der Bordcomputer verbindlich sagen. Denn seit Jahresbeginn 2021 muss jedes neu zugelassene Fahrzeug mit einer Spritverbrauchsüberwachung ausgestattet sein. Gemessen wird sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der Stromverbrauch bei Plug-In-Hybriden. E-Autos haben sowas nicht. Die Daten werden hier aber über die gesamte Lebensdauer im Fahrzeug gespeichert. Aktuell sind die Fahrzeughersteller verpflichtet die Daten über ihre Vertragswerkstätten bei jeder Wartung oder Reparatur eines Fahrzeuges zu erheben. Aber erheben ist das eine, auswerten ist das andere. Da könnten echte Verbrauchs- und Fahrdaten hilfreich sein. So könnte man auch herausfinden, ob Tempolimits dazu beitragen Sprit zu sparen. Was der Bordcomputer sich so alles merken kann, „kann über die Emissionsschlüsselnummer „36AP“ im Fahrzeugschein herausgefunden werden“, sagt der ADAC. Das könnte demnächst beim Gebrauchtwagenkauf nützlich sein. Zumindest, wenn’s ein junger Gebrauchter ist. Da lässt sich dann an den Fahrzeugdaten ablesen, ob der Vorbesitzer gerne schnell oder gemütlich gefahren ist.